Niederuzwil
«Ein schönes Gefühl»: Bald ist Verkaufsstart des selbstentwickelten Gesellschaftsspiels der Familie Durot

Nach erfolgreichem Crowdfunding bringt die Niederuzwiler Familie ihr Kartenspiel heraus, das sie selbst kreiert hat. Ab dem 31. Juli können Spielbegeisterte «Mimica» online kaufen.

Sara Stojcic
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Kornel Durot befüllt den Schachtelboden seines Spiels «Mimica».

Kornel Durot befüllt den Schachtelboden seines Spiels «Mimica».

Bild: PD

Vor rund einem halben Jahr suchte Familie Durot aus Niederuzwil über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter Unterstützung für die Finanzierung der Erstauflage ihres Gesellschaftsspiels. Ziel war es, 18‘000 Franken für den professionellen Druck zusammenzubekommen. Und dies haben sie geschafft, wie die Familie in einer Medienmitteilung schreibt.

«Das Erreichen des Finanzierungsziels auf Kickstarter war für uns eine riesige Motivation, denn damit wurde deutlich, dass durchaus Interesse an unserem Spiel besteht – auch wenn danach viele weitere Arbeitsstunden auf uns warteten», schreibt Lea Durot, die für das Spieldesign verantwortlich ist. Nun steht die Familie erneut vor einem Meilenstein: Ab dem 31. Juli ist das Gesellschaftsspiel «Mimica» über den Onlineshop der Entwickler erhältlich.

Die ganze Familie packt mit an: Lea Durot beim Falten der Schachtelböden.

Die ganze Familie packt mit an: Lea Durot beim Falten der Schachtelböden.

Bild: PD

Gedruckt wird in Winkeln

Das Spiel hat die Niedermann Druck AG in Winkeln gedruckt. Eine regionale Druckerei mit möglichst kurzen Transportwegen sei der Entwicklerfamilie wichtig; nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch um die regionale Wirtschaft zu stärken, heisst es in einer Medienmitteilung der Familie Durot. Weiter sagt sie:

«Es ist ein echter Glücksfall.»

Das Fazit der fünfköpfigen Familie: Die Druckerei habe ein sehr schönes Endprodukt geliefert und auch den gesamten Weg der spielfreudigen Familie mit Eigeninitiative und Engagement begleitet.

«Mimica»: Ein Diskussions- und Rollenspiel

So funktioniert es:

Es werden verschiedene Themen in der Runde diskutiert. Man spielt jedes Mal eine andere Rolle: den Rechthaber, die Sachverständige, die Selbstdarstellerin, den Witzbold, usw. Die Herausforderung besteht darin, in der Diskussion nicht die eigene, sondern eine vorgegebene Haltung einzunehmen, diese zu verkörpern und gleichzeitig herauszufinden, welche Rollen die Mitspielenden eingenommen haben.
Punkte gibt es fürs Erkennen der anderen Charaktere und erkannt werden. 

Nachdem Kornel, Mirjam, Rahel, Lea und Sina Durot im Juni die ersten rund 400 Spiele an die Unterstützer der Kickstarter-Kampagne versenden konnten, ist das Spiel ab dem 31. Juli offiziell für die breite Öffentlichkeit im Onlineshop der Entwickler erhältlich. Man sei schon aufgeregt, fühle sich durch die bisherigen durchwegs positiven Rückmeldungen jedoch auch bestärkt im Vorhaben, das Spiel an die Leute zu bringen.

Das Endprodukt in der Hand

Die fertig abgepackten Spielschachteln warten auf den Versand.

Die fertig abgepackten Spielschachteln warten auf den Versand.

Bild: PD

Und wie fühlt es sich an, das eigene Spiel in der Hand zu halten? «Es ist ein schönes Gefühl», sagt Sina Durot auf Anfrage dieser Zeitung. Sie fährt fort: «Das ganze Projekt auf jedem Schritt mitzuverfolgen und dann das Endprodukt in der Hand zu halten, ist schon cool». Vor allem beim Design des Spiels sei es spannend gewesen, die Entwicklung zu sehen, da es am Anfang noch ganz anders aussah, so die Verantwortliche für die geschäftliche Abwicklung des Spiels. «Auch, dass wir zu fünft als Familie alle zusammen bis zum Ende durchgezogen haben, darauf bin ich stolz», sagt Durot abschliessend.

Mehr Informationen und Bestellungen unter www.mimica.ch

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