NIEDERUZWIL: Ein Regenbogen als verbindende Brücke

Das Pfarreifest der Christkönigspfarrei war am Sonntag ein Gemeinschaftswerk. Die Erstkommunikanten begaben sich gleichzeitig auf ihren Vorbereitungsweg zum Thema «Brücken bauen». Eine reale Brücke hatte die Pfadi St. Georg im Pfarrgarten bereitgestellt.

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Das Pfarreifest war auch der Eröffnungsgottesdienst der Kinder, die nächsten Frühling ihre Erstkommunion feiern. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Das Pfarreifest war auch der Eröffnungsgottesdienst der Kinder, die nächsten Frühling ihre Erstkommunion feiern. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Das Bauen von Brücken aus Beton und Stahl kann man lernen. Fachleute berechnen, beziehen die Beschaffenheit der Geologie ein, machen Untersuchungen und bauen entsprechend dem Bestimmungszweck. Wichtig beim Brückenbau seien die Wider­lager, erklärte Pastoralassistent Klaus Gremminger in der Predigt. Die Widerlager stützen die Seitenenden des Überbaus ab und leiten die Kräfte in den Baugrund ab. Sie zählen zum Unterbau einer Brücke. Um den Bau von anderen Brücken ging es im Familiengottesdienst mit dem anschliessenden Essen und Beisammensein im Pfarrgarten; auch dort gab es eine Brücke – gebaut von der Pfadi St. Georg.

Mädchen und Knaben der dritten Klassen haben nach den Sommerferien ihren Vorbereitungsweg zur Erstkommunion begonnen. Am Sonntag gestal­teten sie zum ersten Mal eine Wortgottesfeier mit; gemeinsam mit ihren Religionslehrerinnen Daniela Gremminger, Manuela Trunz und Prisca Feurer. Sie sangen zusammen mit dem Kirchenchor Niederuzwil, sie formulierten Gedanken zu ihrem gemeinsamen religiösen Weg und sie lasen die Fürbitten. In den kommenden Monaten werden sie der Bedeutung des Glaubens nachspüren und die Elemente des Gottesdienstes kennen lernen. Das Empfangen der ersten Heiligen Kommunion wird für sie der Höhepunkt sein. Sie werden bis dann eine Brücke gebaut haben, eine Brücke zwischen sich und Gott; so wurde es in der Wortgottesfeier ausgedrückt.

Die Kinder zeigten, dass Brücken auch zwischen kleinen und grossen Menschen gebaut werden können, zwischen Arm und Reich oder zwischen Himmel und Erde. Dazu gab es eine Geschichte von einem alten Brückenbauer, der von einem Kind zu seiner Arbeit befragt wird. «Es ist leicht, eine Brücke zu bauen, wenn man es gelernt hat», sagt er, «aber, es ist schwieriger, die Brücken der Träume zu bauen.» Und weil der alte Brückenbauer in der Geschichte traurig zu sein scheint, malt das Kind für ihn einen Regenbogen. Eine Brücke, die alles miteinander verbindet.

Cecilia Hess-Lombriser

redaktion@wilerzeitung.ch