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NIEDERUZWIL: Das war der Februar: Sibirische Kälte und kaum Sonne

Auf den wärmsten Januar seit Messbeginn vor 150 Jahren folgte ein fast sieben Grad kälterer Februar. Mit einem Durchschnitt von minus 1,6 Grad lag er gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 fast drei Grad zu tief.

Die Grafik zeigt, dass nur sehr wenige Tage überdurchschnittlich warm waren. Massiv ins Gewicht fiel der Kaltlufteinbruch im letzten Monatsdrittel.

Ein breiter und regungsloser Hochdruckrücken über Skandinavien steuerte direkt aus Sibirien sehr kalte Luft bis nach Mitteleuropa. Sie kam bei uns als eisige Bise an und liess alles erstarren. Die Temperaturen sanken bis auf minus zwölf Grad. Deshalb liegt die Heizgradziffer mit 604 Grad sehr hoch. In den Hochtälern der Alpen wurden beinahe minus 40 Grad Celsius registriert.

Die grosse Kälte brachte aber nur wenig Schnee. Die zweite Monatshälfte blieb weitgehend trocken. Dadurch erklärt sich das Niederschlagsdefizit von 20 Prozent. Späte Nachwinter sind im Februar keine Seltenheit. Doch dieses Jahr traf er sehr spät, dafür aber massiv ein. Er deckte die ersten Vorfrühlingsgefühle vom Januar gleich wieder mit bissiger Kälte und vielen düsteren Wolken zu. Sieben Tage blies die Bise in Sturmesstärke. Am Bodenseeufer waren bizarre Eisskulpturen die Folge.

So wenig Sonne wie seit 76 Jahren nicht mehr

Im Unterland lag der Hochnebel an der Tagesordnung. Die eingeflossene Eisluft bildete einen äusserst zähen Kaltluftsee im Mittelland, an dessen Oberfläche das Nebelmeer unbeweglich liegen blieb. Die Sonne hatte die grösste Mühe, durchzukommen. So fehlte in der zweiten Monatshälfte ausgesprochen viel Sonnenschein. Mit nur 30 Stunden leistete sie lediglich 44 Prozent des Normalwertes. So wenig Sonne wurde im Februar seit 76 Jahren nicht mehr gemessen. Normalerweise bringt dieser Monat doppelt so viel Sonnenschein wie der Januar.

Christoph Frauenfelder

redaktion@wilerzeitungch

Hinweis

Der Autor ist Inhaber der Meteotop-Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil.

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