NIEDERUZWIL: Blitz, Donner und Musik

Die Raiffeisenbank Regio Uzwil hat zum Sommerkonzert und Kinoabend eingeladen und zauberte trotz Gewitterregen eine Ferien- und Sommerstimmung auf den Raiffeisenplatz.

Kathrin Meier-Gross
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Die Besucher haben es sich für den Film bequem gemacht.

Die Besucher haben es sich für den Film bequem gemacht.

Kathrin Meier-Gross

redaktion@wilerzeitung.ch

Hält das Wetter oder kommt ein Gewitter? Eine Frage, die in diesen Tagen jeden Veranstalter von Freiluftveranstaltungen auf Trab hält. Das Mitarbeiterteam der Raiffeisenbank Regio Uzwil hatte am Freitagabend Mut zum Risiko gezeigt und alles für den Abend vorbereitet. Und kaum hatte die St. Galler Big Band Cobana ihre mitreissenden Rhythmen angestimmt, war das erste Grollen zu hören. Blitze zuckten über den Himmel, der bald darauf alle Schleusen öffnete.

Während die Gäste unter Dächer flüchteten, versuchten die Frauen und Männer in den roten Raiffeisen-Shirts die technischen Anlagen zu schützen. So schnell wie das Unwetter hereingebrochen war, ging es auch zu Ende. Marketingleiterin Sabine Willi trug beigenweise Handtücher aus dem Bankgebäude. Alle – Gäste und Organisatoren – packten an oder besser gesagt wischten trocken. Und Bankleiter Aldo Kopp wurde später schelmenhaft darauf hingewiesen, dass man nun gesehen habe, dass Banker auch bei körperlicher Arbeit vollen Einsatz leisten würden.

Nach der Musik ein berührender Film

Fleissig am Stühle trockenreiben sind auch die patschnassen Verwaltungsräte Bruno Lusti und Hannes Anderegg. «Es wäre schön gewesen, wenn der Regen erst einige Stunden später gekommen wäre», sagte Lusti und fügte an: «aber das ist die Natur und die hat den Regen gebraucht. Zudem ist die Temperatur jetzt viel angenehmer.» Und schon war der Raiffeisenplatz wieder von Swing, Pop-, Rock- und Latinomelodien umfangen. Die Big Band forderte die Gäste zum Tanzen auf. Aber das getraute sich kein Erwachsener. Dafür wurde rhythmisch mitgeklatscht.

Als es eingedunkelt und die Musiker nach grossem Applaus ihre Instrumente in Lieferwagen verstaut hatten, kündigte Aldo Kopp den nächsten Höhepunkt an: Den auf einer wahren Geschichte basierenden Film «Mein Blind Date mit dem Leben». Darin wird die beeindruckende Geschichte von Sali erzählt, der trotz fast gänzlichem Verlust seiner Sehfähigkeit die Ausbildung im «Bayrischen Hof» in München absolviert, ohne seine Vorgesetzten über das Handicap zu informieren. Ein berührender Film und trotz Gewitterregen war es ein gelungener Abend.