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NIEDERUZWIL: Bilder und hölzerne Bauernhoftiere

Am 26. August findet in der Galerie zur alten Bank die Vernissage der Bilder von Doris Gröble, Heidi Sutter und Ruth Bräker statt. Paul Manser gibt einen Einblick in sein Schaffen mit dem Schnitzmesser.
Kathrin Meier-Gross
Sie freuen sich auf die gemeinsame Ausstellung: Paul Manser, Heidi Sutter, Doris Gröble und Ruth Bräker (von links). (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Sie freuen sich auf die gemeinsame Ausstellung: Paul Manser, Heidi Sutter, Doris Gröble und Ruth Bräker (von links). (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Kathrin Meier-Gross

redaktion@wilerzeitung.ch

Die drei Damen arbeiten mit Pinsel und Acryl, Paul Manser braucht für seine Objekte Lindenholz und Messer. Allen gemeinsam ist die Liebe zur ländlich-bäuerlichen Kultur und die Sorgfalt bei der Darstellung von Details. Die Galeriekommission eröffnet die Saison mit Bildern und Figuren voller Geschichten, die entdeckt werden wollen.

Liebevoll dargestellte Alltagsszenen

Sie kennen sich schon seit vielen Jahrzehnten, und der Montagnachmittag ist eigentlich ihr gemeinsamer «Maltag»: Doris Gröble, Ruth Bräker und Heidi Sutter, alle in Flawil wohnhaft, schätzen dabei den Austausch genauso wie das meditative Malen. «Ich beginne meist planlos und schaue dann, was sich entwickelt», erzählt Heidi Sutter. Sie mag alte Häuser und bettet diese in Alltagsszenen ein. Doris Gröble ist über Kleiderbügel zur Malerei ­gestossen. Das Freizeitwerk in Flawil bietet schon seit langem Kurse an, und dort hatten Doris Gröb­le und ihre Freundinnen mit der Bauernmalerei begonnen. Zwischendurch bemalte Doris Gröb­le Porzellan. Vor Jahren richtete sie bei sich zu Hause ein Atelierzimmer ein. Seither treffen sich die Freundinnen dort regelmässig, um zu arbeiten. Gut dreissig Stunden wendet sie für ein kleines Bild auf. Jedes Detail soll stimmen. Die Motive sind gut zu erkennen: der Magdenauer Weiher, Alt-Flawil, Henau.

Schnitzer wollen Kultur bewahren

Ihre Toggenburger Wurzeln haben Ruth Bräker zur ländlichen Kultur geführt. An der Ausstellung in Niederuzwil zeigt sie unter anderem Alpaufzüge und die prächtigen Hauben der Rollenweiber, die während des Silvesterchlausens zu bewundern sind. Inspirieren lässt sich Ruth Bräker von Anlässen und Fotografien. Winterbilder mag sie besonders, und sie lässt sich vom Spiel mit den Farben faszinieren. Auch der Niederuzwiler Paul Manser ist Teil einer Gruppe. Diese trifft sich jeden Winter bei Johann Hartmann in Wigetshof bei Oberhelfenschwil. Die Schnitzer suchen sich jeweils ein Thema aus und arbeiten in unzähligen Stunden die Feinheiten heraus. In den dreissig Jahren, während deren Manser sein Hobby ausführt, hat er gegen dreihundert Kühe geschnitzt. Pferde, Schweine, Geissen, Hunde, Lediwagen, Büscheler, Holzer und was sonst noch zum ländlichen Alltag gehört, hat er mit viel Liebe zum Detail dargestellt. Manser ist es ein Anliegen, die bäuerliche Kultur zu bewahren. Die Ausstellung dauert vom 26. August bis zum 17. September.

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