Niederuzwil bietet mehr als einen alten Kornspeicher

NIEDERUZWIL. Das Interesse an der von der CVP angeregten und von Bauunternehmer Markus Mahler durchgeführten Dorfbegehung war verblüffend.

Andrea Häusler
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Markus Mahler, Gemeinderat Bruno Cozzio und Gemeindepräsident Lucas Keel.

Markus Mahler, Gemeinderat Bruno Cozzio und Gemeindepräsident Lucas Keel.

NIEDERUZWIL. Das Interesse an der von der CVP angeregten und von Bauunternehmer Markus Mahler durchgeführten Dorfbegehung war verblüffend. Unbeeindruckt vom garstigen Wetter liessen sich am Samstagvormittag gegen dreissig Interessierte über die Geschichte des Dorfs informieren und die Örtlichkeiten zeigen, die Niederuzwils Geschichte geprägt oder beeinflusst hatten. Dabei wurde deutlich, dass weit mehr historisch Interessantes erhalten ist, als nur der im 17. Jahrhundert erbaute und 1982 in den Büelhof verlegte Kornspeicher. Oder das Geburtshaus des 1809 geborenen Botanikers und Insektenforschers Oswald Heer, das heute von Wetterbeobachter Christoph Frauenfelder bewohnt wird.

Die meisten sehenswerten Zeugen der Vergangenheit liegen jedoch abseits der Henauer-/Bahnhofstrasse, im nördlichen Teil Niederuzwils. An der Bienenstrasse beispielsweise. Da steht etwa der alte «Löwen» mit der Sonnenuhr an der Fassade.

Während des Rundgangs berichtete Mahler auch über das harte Leben von damals, die Feuersbrünste und die Uze, die zwar viele Handwerker, aber – bei Hochwasser – auch viel Unglück ins Dorf gebracht hatte. Und er streifte die Industrialisierung: Die Bedeutung des Webers und Ferggers Matthias Näf, der 1824 das «Schäfli» (am Standort des heutigen Schulsekretariats) gekauft und von dort aus sein Geschäft ausgebaut hatte. Die Begehung faszinierte und weckte verbreitet Lust, sich intensiver mit der Dorfhistorik zu befassen.

Trotz Regen begaben sich rund 30 Interessierte auf den Rundgang. (Bilder: Andrea Häusler)

Trotz Regen begaben sich rund 30 Interessierte auf den Rundgang. (Bilder: Andrea Häusler)