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NIEDERUZWIL: Bedeutung der Kirche sinkt

Die Evangelische Kirchgemeinde Niederuzwil will sich erneuern und Altes loslassen, um Neues anzupacken. Die Rechnung 2017 schliesst ausgeglichen ab.
Philipp Stutz
Die Aussentreppe von der Kirche hinunter zur Kirchstrasse ist stark verwittert und muss saniert werden. (Bild: Philipp Stutz)

Die Aussentreppe von der Kirche hinunter zur Kirchstrasse ist stark verwittert und muss saniert werden. (Bild: Philipp Stutz)

Die Reformation ist 500 Jahre her. «Auch eine Kirchgemeinde wie Niederuzwil hat sich damit zu beschäftigen», schreibt Valentin Arnold, Präsident der Kirchenvorsteherschaft, im Amtsbericht. Es sei wichtig, dass laufend eine Erneuerung stattfinde, denn die Bedeutung der evangelischen Kirche nehme in der heutigen Zeit ab. «Dies heisst, dass wir als Kirche Altes loslassen müssen, um Neues anzupacken», fährt Arnold fort. Um diesen Prozess in Gang zu setzen, müsse auch unkonventionell vorgegangen werden. Zunächst falle es schwer, neue Ansätze anzunehmen oder darüber zu diskutieren. Man müsse sich Akzeptanz und Vertrauen einräumen, frei handeln und Ideen weiterentwickeln. «Neues kann nur erreicht werden mit gegenseitigem Respekt», schreibt Valentin Arnold. Die Leidenschaft und Bereitschaft, an das Neue zu glauben, sei eine Voraussetzung dazu. Heute oder vor 500 Jahren habe sich daran nichts geändert.

59 Personen sind aus der Kirche ausgetreten

Die Evangelische Kirchgemeinde Niederuzwil zählte Ende vergangenen Jahres 3403 Mitglieder. 2673 von ihnen stammen aus Uzwil, 579 aus Oberbüren, 142 aus Lenggenwil, 7 aus Niederbüren und 2 aus Oberuzwil. 59 Personen sind aus der Kirche ausgetreten. Ein Jahr zuvor waren es noch 34 Personen gewesen. Eine Entwicklung, die mit Sorge verfolgt wird. «Wir bedauern diese Entscheidungen sehr», heisst es im Amtsbericht. Die Kirche lebe von Gemeinschaft und Erneuerung. Positive Kritik werde gerne entgegen genommen.

Verschiedene Projekte sind umgesetzt worden. Als Beispiel wird die Beschallungsanlage in der Kirche erwähnt. Die optische Veränderung und die neue Akustik seien von den Kirchbürgern positiv aufgenommen worden. Die Beschallungsanlage kostete rund 31 000 Franken.

Hinten im Kirchenraum ist durch Herausräumen einiger Bänke eine freundliche Empfangsatmosphäre geschaffen worden. In der Jahresrechnung wird dafür ein Betrag von rund 4500 Franken ausgewiesen. Im Budget sind weitere 16000 Franken für eine neue Bestuhlung samt Theke eingeplant.

Im Jugendhaus Hirzen wurde die alte Küche ersetzt, hinzu kamen Elektro- und Sanitärarbeiten. Im Aussenbereich wurden Sträucher geschnitten und das Dach gereinigt. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 25 000 Franken. Die Jahresrechnung 2017 schliesst mit einem Fehlbetrag von 1446 Franken ab, was als ausgeglichen bezeichnet werden darf. Das Budget sieht einen Überschuss von rund 40 000 Franken vor.

Rücktritte in der Kirchenvorsteherschaft

Esther Eugster und Daniel Zülli, beide in der Kirchenvorsteherschaft tätig, haben ihre Demission bekannt gegeben. Zur Wahl wird neu Roman Ferro aus Uzwil vorgeschlagen. Die zweite Vakanz konnte noch nicht besetzt werden. Die Kirchenvorsteherschaft hofft, bis zur Bürgerversammlung vom 28. März eine weitere Person zur Wahl vorschlagen zu können. Heinz Grob hat seinen Rücktritt aus der GPK eingereicht. Für ihn soll Heinz Erismann nachrücken. Horst Häussermann hat seine Demission als Synodaler bekannt gegeben. Er soll durch Hanna Wartenweiler ersetzt werden.

Hinweis

Die Bürgerversammlung findet am Mittwoch, 28. März, 20 Uhr, im evangelischen Kirchgemeindehaus statt.

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