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NIEDERSTETTEN: Die «Brummis» ausbremsen

Ein kleines Dorf gibt seinen Kampf gegen die Lastwagen nicht auf. Mit neuen Strassenkonzepten soll den Fahrzeugen die bereits schwierige Durchfahrt noch zusätzlich erschwert werden.
Jonas Manser
Platz für zwei Personenwagen bieten die Strassen durch Niederstetten noch. Für Lastwagen wird es bereits eng. (Bild: Andrea Häusler)

Platz für zwei Personenwagen bieten die Strassen durch Niederstetten noch. Für Lastwagen wird es bereits eng. (Bild: Andrea Häusler)

Jonas Manser

jonas.manser@wilerzeitung.ch

Die Durchfahrt von Lastwagen beschäftigt die Niederstetter schon seit langem. Die Bewohner ärgern sich, die Gemeinde hat reagiert: Die Strasse sollte mit einem Teilstrassenplan zu einer Drittklassenstrasse umklassiert werden, um ein Verbot für Lastwagen zu erwirken. Der Versuch scheiterte. Daraufhin erarbeitete der Gemeinderat zusammen mit einer Arbeitsgruppe aus dem Dorf neue Konzepte. Am 26. September lädt der Gemeinderat um 19.30 Uhr die Bewohner von Niederstätten zu einer Informationsveranstaltung in die «Traube» ein. Es wird der Stand des raumplanerischen Gesamtkonzeptes vorgestellt.

Ideen wurden zu Konzepten

«Es gibt viele Möglichkeiten, die Lebensqualität im Dorf zu erhöhen. Ideen sind zu Konzepten ausgearbeitet worden», sagt Thomas Stricker, Verwaltungsleiter der Gemeinde Uzwil. Am Info-Abend werde die konkrete Planung vorgestellt. Mit einem neuen Konzept möchte man die Lebensqualität in Niederstetten erhöhen. «Die Bewohner sollen nicht vor dem Verkehr kapitulieren müssen», sagt Stricker. Im Rahmen des Möglichen werde versucht, die Durchfahrt für den Schwerverkehr so unattraktiv wie möglich zu gestalten. Stricker ist zuversichtlich, dass die neuen Massnahmen greifen werden. Man sei sich dabei aber bewusst, dass die Wirkung nicht sofort spürbar sein werde.

Fahrer aus der Region wissen Bescheid

Das Problem liege nicht bei den regionalen Industrieunternehmen: «Seit Jahren sprechen wir uns in der Region ab. Es gibt Auflagen, in welchen die Unternehmen angehalten werden, den Verkehr möglichst nicht durch Niederstetten zu führen», sagt Stricker. Dies werde nach seinem Wissen eingehalten. Die Strecke durch Niederstetten sei schon immer die kürzeste Route von Niederuzwil nach Wil gewesen, ist sich Stricker bewusst. Auswärtige Lastwagenfahrer beziehungsweise deren Navigationssysteme wählten automatisch diese Route. Hinzu komme die Schwerverkehrsabgabe (LSVA): Jeder zusätzliche Kilometer koste, sagt Stricker.

Alles gar nicht so schlimm?

Weniger dramatisch beurteilt Josef Jäger, Geschäftsführer der Camion Transport AG, die momentane Situation. Die Firma nahm 2003 eine Niederlassung in Schwarzenbach in Betrieb und legte sich selbst eine Beschränkung auf: «Von uns fahren keine Lastwagen durch Niederstetten», sagt Jäger. Die Strasse durch das Dorf sei tatsächlich sehr eng und problematisch für die grossen Lastwagen. Es könne vorkommen, dass ein 40-Tonner von ausserhalb seine Ladung zum Beispiel beim Aldi abliefere, doch Lastwagen aus der Region befahren diese Strecke sehr selten. Dass Lastwagen den Weg durch Niederstetten wählten, um anfallende Gebühren der LSVA zu sparen, verneint Jäger. «Das Problem liegt wahrscheinlich bei den Navigationssystemen», sagt Patrick Okle, Anlagechef der Moag AG in Niederstetten. Ausländische Fahrer werden vom Navi bei Uzwil statt bei Wil von der Autobahn gelotst, da diese Route effektiv die kürzeste ist. Weder Fahrer noch Gerät wissen von den vorherrschenden Verhältnissen in Niederstetten.

Hinweis

Die Konzepte werden am 26. September um 19.30 Uhr in der «Traube» vorgestellt.

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