Niederlage trotz viel Moral

In einem unterhaltsamen 1.-Liga-Eishockeyspiel verliert der EHC Uzwil gegen den EHC Frauenfeld mit 6:7 nach Verlängerung. Dies obschon die Uzwiler bis zwei Minuten vor dem Ende in Führung lagen.

David Metzger
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EISHOCKEY. Vor rund 400 Matchbesuchern waren in der Uzehalle soeben die letzten drei Spielminuten der Partie angebrochen. Beim Stande von 5:5 sah sich Frauenfeld noch einmal mit einer UnterzahlSituation konfrontiert. Die ideale Chance also für den EHC Uzwil, im Powerplay den Sack zuzumachen und das Spiel für sich zu entscheiden. Und das das gelang dem Heimteam tatsächlich. Mit drei schnellen Zuspielen war die Thurgauer Defensive ausgespielt, und Swart vollendete die Kombination zum umjubelten 6:5 in die hohe Torecke. Die Entscheidung? Von wegen! Es passte irgendwie bestens ins Drehbuch dieses verrückten Eishockeyspieles. Zum Entsetzen des Uzwiler Anhanges sorgte Schlumpf etwas mehr eine Minute vor dem Ende mit dem 6:6 dafür, dass sich die Uzwiler Siegesträume vorerst in Luft verpufften und die Verlängerung über den Ausgang der Begegnung entscheiden musste.

Eine bittere Pille

In dieser agierte der EHC Uzwil in der Defensive für einmal unachtsam. Der freistehende Maier entwischte seinen Bewachern und fand genug Platz vor, um alleine Richtung Tor loszuziehen. Das Zuspiel auf den mitgelaufenen Teamkollegen Diethelm erwischte das richtige Timing, womit dieser keine Mühe mehr hatte, die Scheibe zu versenken und Frauenfeld den Zusatzpunkt zu sichern.

Es war ein heftiger Stich in das Uzwiler Eishockeyherz, das den Sieg nach dieser aufopfernden Leistung verdient gehabt hätte. Und so musste auch Trainer Roger Bader bei der Spielanalyse erst einmal schwer schlucken, ehe er die Geschehnisse noch einmal Revue passieren lassen konnte. «So unmittelbar nach Spielschluss ist die Enttäuschung über den Ausgang der Partie doch sehr gross. Doch man muss auch sehen, dass wir gegen einen Topgegner sehr gut mithalten konnten. Letztlich sind wir mit dem Punkt aber schlecht bedient», so ein wehmütiger Roger Bader nach Spielende.

Die Moral ist da

Positiv gefallen haben dürfte Bader die gezeigte Moral seiner Spieler. Sowohl beim Stande von 1:3 als auch beim Zwischenstand von 2:4 bewies seine Mannschaft viel Moral und drehte die Partie bis zur 47. Minute gar in eine 5:4-Führung. Das alles müsste für die bevorstehende Abstiegsrunde eigentlich Zuversicht verleihen, um diese erfolgreich in Angriff nehmen zu können.

Uzwil – Frauenfeld 6:7 n. V. (1:2, 2:2, 3:2, 0:1) Uzehalle – 409 Zuschauer – Sr. Albertin (Remund, Stuber). Tore: 1. Pargätzi (Schlumpf, Bucher) 0:1, 16. Fehlmann 1:1, 18. Pargätzi (Schlumpf, Bucher) 1:2, 21. Ganz (Diethelm, Ausschluss Tius) 1:3, 22. Sturzenegger (Plank, Frenzel) 2:3, 28. Diethelm (Ganz, Ausschluss Sturzenegger) 2:4, 30. Swart (Stoob, Stüssi, Ausschluss Cé. Kuhn) 3:4, 43. Bucher (Elsener) 4:4, 47. Swart (Stoob) 5:4, 54. Suter 5:5, 58. Swart (Plankl, Stoob, Auschluss R. Schoop) 6:5, 59. Schlumpf (Bucher, Schumann) 6:6, 62. Diethelm (Maier, Pargätzi) 6:7. Strafen: 7mal 2 Min. plus 1mal 10 Min. Disziplinarstrafe (Tius) gegen Uzwil. 3mal 2 Min. plus 2mal 10 Min. Disziplinarstrafen (A. Schoop, R. Schoop) gegen Frauenfeld. Uzwil: Gallmann; Frenzel, Sturzenegger, Hiltebrand, Berweger, Stüssi, Klopfer, Hofer; Swart, Stoob, Puntus, Koch, Elsener, Locher, Tius, Fehlmann, Bucher, Graf, Plankl. Frauenfeld: A. Schoop; Diethelm, Suter, Wuttke, R. Schoop, Moser, Steiner; Bucher, M. Schoop, Ganz, Cé. Kuhn, Pargätzi, Fehr, Maier, Cy. Kuhn, Schlumpf, Wilhelm, Schumann, Illien.

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