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NIEDERHELFENSCHWIL: Wie kommt das Brät in die Bratwurst?

Metzgermeister Philipp Krucker führte Mädchen und Knaben im Vorschulalter in das Geheimnis der St. Galler Bratwurst ein. Die Kinder erfuhren Sachen, die viele Erwachsene nicht wissen.

Philipp und Tatjana Krucker haben die Metzgerei in Niederhelfenschwil im August 2000 übernommen. Der junge Metzger hat sich rasch einen Namen als initiativer und kreativer Fachmann gemacht. Ausser Schweinen schlachtet er alles selber. Er kauft die Rinder, Kühe und Kälber bei Tierhaltern in der Gemeinde und Region ein. Trotz seines langen Arbeitstages findet Philipp Krucker immer wieder Zeit für Einsätze «ausser Haus».

Am Donnerstag hat er zusammen mit Roger Wiget die Gruppe KiMaPa, Mädchen und Knaben im Vorschulalter, in das Geheimnis einer St. Galler Bratwurst eingeführt. Dabei zeigte er ein Flair im Umgang mit Kindern. Für diese gab es viel zum Staunen und Ausprobieren. Auch die Vorstandsfrauen Silvia Dörig, Sandra Hellmüller und Rahel Nessensohn erfuhren Neues.

Noch immer viel Handarbeit

Die Herstellung der St. Galler Bratwurst erfordert noch immer viel Handarbeit. Das Brät besteht aus Kalbfleisch, Milch, Speck und einer Gewürzmischung aus Kochsalz, Pfeffer, Zitrone und Marcis (Blüte der Muskatnuss). Im «Blitz» werden die Zutaten zum Brei gemixt, dann in einen Vacuumfüller gegeben. Die Kinder pressten mittels einer Kurbel die Masse in die Därme und drehten die Enden ab. «Das isch dänn streng» fanden sie und erfuhren, dass Bratwürste beim Verkauf bereits gekocht und essbar sind, beliebt aber vor allem als Rostbratwurst. Sie durften ihre eigene mit nach Haus nehmen.

Eine Original-St.-Galler-Bratwurst wiegt 130 Gramm, die Olma-Wurst 160 Gramm. Jährlich stellt Philipp Krucker mit seinem Team zehn Tonnen her, das sind rund 80000 Stück. Benutzt werden Schweinsdärme, was bei den Kindern sofort ein «Wääääh» auslöste. Der Fachmann erklärte, die Därme würden chemisch gereinigt, umgedreht und ausgekocht. Sie seien sauber und geschmacksneutral. So erfuhren die Kinder an diesem Nachmittag etwas Interessantes über das St. Galler Aushängeschild, das viele Erwachsene nicht wissen.

Vroni Krucker

redaktion@wilerzeitung.ch

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