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NIEDERHELFENSCHWIL: Vandalismus auf dem Lande

Nach Sachbeschädigungen bei der Primarschule Zuckenriet reagiert der Schulrat und will Überwachungskameras installieren. Für das Jahr 2018 wurden dafür 18500 Franken ins Budget aufgenommen.
Simon Dudle
Auch auf dem Vorplatz der Primarschule Zuckenriet gab es Vandalismus. Künftig soll es hier Überwachungskameras haben. (Bild: Simon Dudle)

Auch auf dem Vorplatz der Primarschule Zuckenriet gab es Vandalismus. Künftig soll es hier Überwachungskameras haben. (Bild: Simon Dudle)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Schmierereien auf Böden, Wänden und Treppen, Eier an der Fassade, kaputte Fensterscheiben durch Softguns und defekte Scheiben durch den Wurf eines Skooters ins Fenster. Was nach Vorkommnissen in einem Pariser Vorort tönt, ereignete sich im beschaulichen Zuckenriet. «In den Jahren 2016 und 2017 gab es in kurzer Zeit mehrere Sachbeschädigungen an den Schulanlagen. Im April 2016 waren auch andere Gebäude im Dorf betroffen», sagt Schulratspräsidentin Gabriela Arn. Sie ergänzt: «In Zuckenriet waren es drei Fälle in gut einem Jahr. Vorher gab es nicht jährlich ein Vorkommnis.» Auch an Schulanlagen der anderen Dörfer der Gemeinde habe es schon Sachbeschädigungen gegeben, jedoch kommen diese dort seltener vor.

Damit solche Fälle künftig vermieden werden können, sollen Kameras auf dem Gelände der Primarschule Zuckenriet installiert werden. Dazu mussten zuerst die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden. Der Gemeinderat hat im vergangenen Herbst ein Reglement zur Videoüberwachung im öffentlichen Raum erlassen. Da es keine Einsprachen dagegeben gegeben hat, ist dieses seit dem 1. Januar 2018 in Kraft. Somit können Kameras installiert werden, wenn diese der öffentlichen Sicherheit und Ordnung förderlich sind, Hinweistafeln auf sie aufmerksam machen und eine missbräuchliche Verwendung des Bildmaterials ausgeschlossen werden kann. Alle Zugriffe auf das abgespeicherte Bildmaterial werden protokolliert. Die Gemeinde muss eine externe Stelle benennen, welche diese Sicherheitsmassnahme kontrolliert.

Präsenz des Hauswartes wurde verlängert

Für die Videoüberwachung hat der Gemeinderat 18500 Franken ins Budget des Jahres 2018 aufgenommen. Über dieses entscheidet der Souverän an der Bürgerversammlung im März. «Die Umsetzung wird nach der Versammlung in Angriff genommen», sagt Gabriela Arn. Wo genau die Kameras positioniert werden, steht noch nicht fest. «Sicher aber beim Eingang, beim Grillplatz und beim Kindergartenspielplatz», sagt Arn.

Warum die Vorfälle ausgerechnet bei der Primarschule Zuckenriet passieren, weiss die Schulpräsidentin nicht. Sie mutmasst, dass die etwas kürzere Präsenzzeit des Hauswartes auf dem Areal ein Grund sein könnte. Diese ist nach dem Beschädigungen erhöht worden. Eine Art Wachtdienst einzurichten, das wäre laut Arn dann aber doch «überdimensioniert».

Keine gröberen Fälle von Vandalismus sind an der Oberstufe Sproochbrugg in Zuckenriet bekannt. Oberstufen-Schulpräsidentin Ursula Künzle sagt, dass es nur ganz vereinzelt Vorkommnisse gegeben habe. Die Täter konnten jeweils schnell gefasst werden. Eine Videoüberwachung ist derzeit in der Sproochbrugg genau so wenig ein Thema wie bei den Primarschulen in Lenggenwil und Niederhelfenschwil.

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