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NIEDERHELFENSCHWIL: Steuerfuss erneut unter Druck

Die beiden Ortsparteien SVP und FDP fordern eine weitere Senkung des Steuerfusses um sechs Prozentpunkte. Man könne es sich leisten. Der Gemeindepräsident äussert sich noch nicht dazu.
Simon Dudle

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Keine andere Gemeinde in der Region Wil hat den Steuerfuss seit dem Jahr 2006 so deutlich gesenkt wie Niederhelfenschwil. Von 155 Prozent Mitte des vergangenen Jahrzehnts ging es sukzessive runter auf 118 Prozent im 2017. Obwohl im Finanzplan der kommenden Jahre keine weitere Reduktion vorgesehen ist, könnte es eine solche geben – schon 2018. Denn die beiden in der Gemeinde aktiven Ortsparteien SVP und FDP treten dieser Tage mit einem gemeinsamen Antrag an die Öffentlichkeit. Um weitere sechs Prozentpunkte soll der Steuerfuss an der nächsten Bürgerversammlung gesenkt werden. Somit würde sich Niederhelfenschwil in der kantonalen Steuerfusstabelle im vordersten Viertel etablieren.

«Wir können es uns leisten. Es muss das Ziel sein, den Leuten so viel Geld wie möglich im eigenen Sack zu lassen», sagte Roland Luchsinger, Vorstandsmitglied der SVP Niederhelfenschwil am Rande der jährlichen Hauptversammlung am Donnerstagabend im Restaurant Kreuz.

Steuerkraft hat deutlich zugelegt

Diese Forderung kann mit Zahlen unterlegt werden. Ein Steuerprozent entspricht in Niederhelfenschwil aktuell rund 55000 Franken. Wird der Steuerfuss um sechs Prozentpunkte gesenkt, führt dies zu Mindereinnahmen von 330 000 Franken. Dem gegenüber steht, dass sich das Eigenkapital in den vergangenen Jahren auf 5,5 Millionen Franken erhöht hat und allein 2015 und 2016 Gewinne von total rund 1,7 Millionen Franken resultierten. Ein Verlust hat seit dem Jahr 2001 noch gar nie resultiert. Die Steuerkraft ist in dieser Zeitspanne um über 40 Prozent gestiegen. «Wir haben ein hohes Eigenkapital, und die Infrastruktur ist in gutem Zustand», sagte Luchsinger.

Laut einem Dossier, welches auf Zahlenmaterial der Politischen Gemeinde basiert und am Donnerstagabend von Luchsinger verteilt wurde, soll die Gemeinde nicht durch eine Politik der leeren Kasse an ihrer Aufgabenerfüllung gehindert werden. Anderseits soll auch nicht überschüssiges Eigenkapital auf Vorrat aufgebaut werden. Gemeindepräsident Simon Thalmann, welcher der Versammlung beiwohnte, wollte noch nichts sagen. Zuerst soll der Jahresabschluss vorliegen und dieser innerhalb der Behörde besprochen werden.

Kein «Angriff» auf Zuzwil geplant

Kommt die Steuerfusssenkung durch, wäre es die dritte Reduktion hintereinander. Greift Niederhelfenschwil irgendwann Nachbar Zuzwil an? Dieser weist mit 95 Prozent den tiefsten Wert in der Region Wil auf. Im verteilten Dossier ist diesbezüglich zu lesen: «Wenn Niederhelfenschwil Zuzwil konkurrieren wollte, müsste unsere Gemeinde den Steuerfuss deutlich unter 95 Prozent senken. Wir sind weiter weg vom Verkehrsknotenpunkt Wil und mit dem öffentlichen Verkehr schlechter erschlossen. Unsere Kinder haben wesentlich weniger Möglichkeiten in der Schul- und Berufswahl, was die geografische Nähe anbetrifft.»

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