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NIEDERHELFENSCHWIL: Schwimmbecken auf der Kippe

An der Bürgerversammlung Ende März geht es um eine Steuerfuss-Reduktion. Dann wird aber auch die Zukunft des 50-jährigen Lernschwimmbeckens in der Oberstufe Sproochbrugg in Zuckenriet thematisiert.
Simon Dudle
Pater Gregor Brazerol, Prior der Benediktinergemeinschaft Fischingen, erläutert, weshalb auch die Pfarreien fusionieren sollten. (Bild: rsc)

Pater Gregor Brazerol, Prior der Benediktinergemeinschaft Fischingen, erläutert, weshalb auch die Pfarreien fusionieren sollten. (Bild: rsc)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Um vier weitere Prozentpunkte soll der Niederhelfenschwiler Steuerfuss an der Bürgerversammlung Ende März reduziert werden. Wird dies Tatsache, wäre er binnen zwölf Jahren so deutlich wie sonst nirgendwo in der Region von 155 auf 114 Prozent gesenkt worden. Niederhelfenschwil würde in der Rangliste der Steuerfüsse hinter Zuzwil und Oberbüren Platz drei im Wahlkreis Wil zementieren. Die Reduktion wird beantragt, obwohl für 2018 gemäss Budget ein Verlust von 1,2 Millionen Franken resultieren soll. Die Gemeinde hat neu ein Eigenkapital von rund sechs Millionen Franken und könnte es sich auch leisten, einige Jahre rote Zahlen zu schreiben.

Würde der Steuerfuss dieses Jahr nicht reduziert, wäre dies wohl nächstes Jahr unumgänglich. Denn per 2019 muss Niederhelfenschwil, wie alle anderen St. Galler Gemeinden, das neue kantonale Rechnungsmodell einführen. Es ist davon auszugehen, dass das Vermögen der Gemeinde dank neuer Betrachtungsweise aufgewertet wird.

Zuzwiler schwimmen lieber in Wil statt Zuckenriet

Die Steuerfuss-Reduktion ist laut Niederhefenschwils Gemeindepräsident Simon Thalmann auch möglich, weil die Investitionstätigkeit im laufenden Jahr eher bescheiden ausfällt. In etwas fernerer Zukunft stehen aber grössere Projekte an. Eines ist die Sanierung des Dorfbachs Lenggenwil. Um konkrete Informationen preiszugeben, ist es laut Thalmann aber noch zu früh.

Auch die Zukunft des Lernschwimmbeckens, welches in die Oberstufe Sproochbrugg in Zuckenriet integriert ist, muss diskutiert werden. Dieses ist, wie das gesamte Gebäude, mittlerweile 50-jährig und gehört der Oberstufenschulgemeinde, an welcher auch Zuzwil beteiligt ist. Allerdings wird das Bassin von den Zuzwiler Primarschülern nicht mehr gebraucht, da diese das Hallenbad in Wil nutzen. Das nicht-öffentliche Bassin in Zuckenriet wird nun hauptsächlich von den Primarschulen der Gemeinde Niederhelfenschwil bevölkert. Auch private Organisationen wie die Herzgruppe profitieren davon.

Da demnächst eine Sanierung anstehen würde, stellen sich grundsätzliche Fragen. Soll das Lernschwimmbecken saniert werden? Ist eine Schliessung samt Rückbau sinnvoller? Soll das Becken formell von der Oberstufenschulgemeinde ausgegliedert werden, zum Beispiel an die Politische Gemeinde? Noch sind die Fragen nicht beantwortet. Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, welche bis im Herbst dieses Jahres ein Konzept ausarbeiten soll. Eine öffentliche Information findet an der Bürgerversammlung am 28. März statt. Fakt ist, dass sowohl Niederhelfenschwil wie Zuzwil Aktien am Wiler Bergholz-Hallenbad besitzen und auch in Oberuzwil eine Bademöglichkeit besteht. Es wäre nicht die erste Schliessung eines Schwimmbeckens in der Region Wil. Erst vor wenigen Jahren wurde das Lernschwimmbecken in Wuppenau aufgegeben.

Geren: Entscheid im März erwartet

An einer Pressekonferenz äusserste sich Thalmann gestern auch zur Situation im Gebiet Geren, wo sich die Gossauer Holzveredelungsfirma Gebrüder Eisenring niederlassen will. Wegen Rekursen ist das Projekt seit geraumer Zeit blockiert. «Es ist für alle unangenehm, dass schon seit eineinhalb Jahren auf einen Entscheid des Baudepartements gewartet werden muss. Ich rechne damit, dass der Entscheid nun im März fällt», sagte Thalmann. Wie es dann weitergeht, ist offen. Möglich ist ein Weiterzug bis vor das Bundesgericht, womit sich das Projekt nochmals um Jahre verzögern würde.

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