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NIEDERHELFENSCHWIL: Mit der neuen Lösung abgefunden

Nach Lenggenwil und Zuckenriet wird auch die dritte Poststelle in der Gemeinde aufgehoben. Am Informationsanlass vom Dienstagabend kamen aus der Bevölkerung wenig Reaktionen.
Ernst Inauen
Die Postagentur soll in den Dorfladen Prima integriert werden. (Bilder: Ernst Inauen)

Die Postagentur soll in den Dorfladen Prima integriert werden. (Bilder: Ernst Inauen)

Ernst Inauen

redaktion@wilerzeitung.ch

Im Mehrzweckgebäude informierten René Wildhaber, Leiter Region St. Gallen-Appenzell, Bruno Bleisch, Spezialist Netzentwicklung und weitere Vertreter der Post über die bevorstehende Schliessung der Poststelle und das Angebot der neuen Partnerfiliale. Carmen Lama, Leiterin der regionalen Kommunikation bei der Post, führte durch den Informationsabend, der von über 70 Personen besucht wurde. In der Fragerunde ergriffen nur wenige Einwohner das Wort. Das Dorf scheint sich mit der neuen Lösung abgefunden zu haben.

Verständnis für die Veränderung

Niederhelfenschwils Gemeindepräsident Simon Thalmann sagte zu Beginn: «Ein Abbau von öffentlichen Dienstleistungen ist immer mit Emotionen verbunden. Der Gemeinderat hat in harten Gesprächen mit der Post eine einvernehmliche Lösung gesucht». Nach den positiven Erfahrungen in den bereits früher vollzogenen Umstellungen in Lenggenwil und Zuckenriet sei die Akzeptanz für die geplante Postagentur in Niederhelfenschwil leichter gefallen. Dies umso mehr, als dass das Posthalterpaar Albert und Regina Frey nach ihrem über 30-jährigen Einsatz gerne früher in die Pension gehen würde. Der Service public sei ein Auftrag des Bundes, müsse jedoch den veränderten Bedingungen angepasst werden, sagte der Gemeindepräsident. René Wildhaber wies ebenfalls auf die rasanten Veränderungen in der digitalisierten Welt hin. Die stark abnehmende Beanspruchung der Post-Dienstleistungen führe zu Massnahmen, welche die Eigenwirtschaftlichkeit sicherstelle, die im Auftrag des Bundes zu erfüllen sei. «Das Postgesetz legt die Bedingungen für den Service public fest. Die Post macht, was sie darf. Sie arbeitet autonom und ohne Steuergelder. Die Eigentümer aber sind wir alle», gab Wildhaber zu bedenken.

Die Post müsse der Entwicklung folgen, sich anpassen aber auch die Bedürfnisse des ganzen Landes abdecken. Er hoffe, dass sie mit ihrer Strategie den richtigen Weg einschlage. Mit Folien und Statistiken unterstrich Wildhaber die Ausgangslage und die Entwicklung.

Synergien mit Laden nutzen

Bruno Bleisch informierte über die konkrete Situation in Nieder-helfenschwil. In der angestrebten Lösung werde die Postagentur in den Dorfladen Prima integriert. Der Aussenbriefkasten werde beim Eingang platziert. Bei der Partnerschaft zwischen der Post und dem örtlichen Laden könnten auch Synergien genutzt werden. Bleisch stellte die möglichen Dienstleistungen unter den neuen Bedingungen vor. Sie führe zu einer Stärkung des Standortes und der Infrastruktur in Nieder-helfenschwil, gab sich Bleisch überzeugt. Vorteilhaft seien auch die längeren Öffnungszeiten oder der Bargeldbezug an der eigenen Haustüre. Für grössere Kunden würden individuelle Lösungen vereinbart.

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