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NIEDERHELFENSCHWIL: Die Talfahrt geht wohl weiter

Für das laufende Jahr rechnet die Behörde der Drei-Dörfer-Gemeinde mit einem Verlust von 1,2 Millionen Franken. Trotzdem beantragt sie eine Steuerfusssenkung um vier Prozentpunkte. Das hat Gründe.

Die 3000-Seelen-Gemeinde Niederhelfenschwil entwickelt sich immer mehr zum Krösus in Sachen Steuerfussreduktionen. Lag dieser im Jahr 2006 noch bei 155 Prozent, so wird er für 2018 womöglich auf 114 Prozent festgelegt. Dies beantragt der Gemeinderat dem Souverän an der Bürgerversammlung.

Wird diese Senkung um vier Prozentpunkte Tatsache, so lässt sich sagen: Keine andere Gemeinde in der Region Wil hat den Steuerfuss binnen zwölf Jahren so sehr reduziert wie Niederhelfenschwil. «Das liegt an der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung der gesamten Region, an unserem Bevölkerungswachstum und an der Zusammensetzung der Bevölkerung», sagt Gemeindepräsident Simon Thalmann. Es wäre die dritte Steuerfusssenkung in Folge.

Mit einem hohen Eigenkapital

Das Interessante daran: Die Reduktion wird vom Gemeinderat beantragt, obwohl die Behörde für 2018 mit einem Verlust von 1,2 Millionen Franken rechnet. Im Vergleich mit der Rechnung des vergangenen Jahres ist dies hauptsächlich auf Kostensteigerungen in den Primar- und Oberstufenschulen und einem erneuten Rückgang des kantonalen Finanzausgleichs um 650000 Franken zurückzuführen. Warum also eine Steuerfusssenkung statt einer Erhöhung? Einerseits ist die Finanzlage der Gemeinde gut, sie wies per Ende des vergangenen Jahres ein Eigenkapital von sechs Millionen Franken aus. «Wir beantragen die erneute Reduktion auch deshalb, weil die in den vergangenen Jahren jeweils budgetierten Aufwandüberschüsse nicht oder nicht im erwarteten Ausmass eingetreten sind», sagt Thalmann. Er ergänzt: «Selbstverständlich haben aber die Geschäftsprüfungskommission und die Bevölkerung das letzte Wort.»

Parteien fordern noch deutlichere Senkung

Das vergangene Jahr hat der Gemeinde Niederhelfenschwil folgende Zahlen beschert: Statt eines geplanten Verlustes von 530000 Franken resultierte ein Gewinn von 600000 Franken. Die Besserstellung beträgt somit rund 1,1 Millionen. Dies wegen höherer Steuereinnahmen sowie Einsparungen bei Schule und Entsorgung.

Mit vier Prozent fiele die Steuerfussreduktion weniger hoch aus, wie von den beiden Ortsparteien SVP und FDP gefordert. Diese finden, man vermöge auch eine Reduktion um sechs Prozentpunkte. «Wir können es uns leisten. Es muss das Ziel sein, den Leuten so viel Geld wie möglich im eigenen Sack zu lassen», sagte SVP-Vorstandsmitglied Roland Luchsinger im Januar gegenüber dieser Zeitung. «Diese Forderung der Ortsparteien war eine sehr gute Diskussionsgrundlage. Der Rat hat die finanzielle Lage aber trotzdem autonom beurteilt», sagt Thalmann.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

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