Niederbüren will Steuerfuss nochmals reduzieren

Der Steuerfuss der Gemeinde Niederbüren soll von 159 auf 157 Prozentpunkte gesenkt werden. Es wäre die zweite Steuerfusssenkung Niederbürens innerhalb dreier Jahre. Der budgetierte Aufwand der Gemeinde für das laufende Jahr beträgt fast 8,2 Millionen Franken.

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Der Ausbau des Dorfbachs schlägt sich in der Investitionsrechnung nieder. (Bild: Philipp Stutz)

Der Ausbau des Dorfbachs schlägt sich in der Investitionsrechnung nieder. (Bild: Philipp Stutz)

Niederbüren. Der Gemeinderat Niederbüren informiert in einer Mitteilung über das Budget für das Jahr 2011. Der Ertrag aus Einkommens- und Vermögenssteuern ist dabei mit 3,08 Millionen Franken budgetiert. Das sind 110 000 Franken mehr als im Budget 2010 vorgesehen waren. Weiter wird ein budgetierter Gemeindeanteil aus Steuern juristischer Personen von 115 000 Franken erwartet. Das Vorjahresbudget sah in diesem Bereich Einnahmen von 65 000 Franken vor. Wie der Gemeinderat mitteilt, kann der Steuerfuss für das Jahr 2011 von 159 auf 157 Steuerprozentpunkte gesenkt werden. Damit hätte Niederbüren allerdings immer noch einen der höchsten Steuerfüsse in der Region. Günstig sind in Niederbüren hingegen die Abwassergebühren. Diese müssen erneut nicht erhöht werden, nachdem die Gemeinde von der jährlichen Standortentschädigung für die ARA von 55 850 Franken profitieren kann.

Beiträge für Schulgemeinden

Die Schulgemeinden – die Primarschulgemeinde Niederbüren, die Oberstufenschulgemeinde Oberbüren-Niederbüren-Niederwil, die Primarschulgemeinde Niederwil und die Schulgemeinde Hauptwil – erhalten im Rahmen des Budgets insgesamt Beiträge in der Höhe von 4,469 Millionen Franken. Gemessen am gesamten Budgetaufwand der Gemeinde von fast 8,2 Millionen Franken entspricht dies rund 55 Prozent. Seit dem Rechnungsjahr 2008 wird der gesamte Aufwand der Schulgemeinden bei der politischen Gemeinde budgetiert, da auch die Kantonsbeiträge an die Schulkosten vollumfänglich an die finanzierenden politischen Gemeinden ausgerichtet werden. Der vom Kanton ausgerichtete Sonderlastenausgleichsbeitrag «Schule» wird für Niederbüren mit 525 600 Franken erwartet. Das sind 14 000 Franken weniger als in der Rechnung 2010 verbucht wurden. Total ergeben sich für die Gemeinde Niederbüren Ausgleichsbeiträge des Kantons in der Höhe von rund 1 944 000 Franken. Das sind 75 900 Franken weniger als im Vorjahr. «Trotzdem kann mit der laufenden Entschuldung und der aktuellen Bautätigkeit eine Senkung des Steuerfusses um zwei Prozentpunkte verantwortet werden», ist der Gemeinderat überzeugt. Die ordentlichen Abschreibungen für das Jahr 2010 stiegen auf 526 800 Franken und liegen damit klar über den budgetierten 267 100 Franken. Diese ausserordentliche Erhöhung ergibt sich aus der vollständigen Abschreibung in der Höhe von 399 800 Franken bei den Abwasseranlagen über einen Reservebezug. Für das Jahr 2011 sind keine zusätzlichen Abschreibungen beim Gemeindefinanzhaushalt vorgesehen.

In Thurweg investieren

Im Budget der Investitionsrechnung 2011 sind Ausgaben und Einnahmen berücksichtigt für die Erneuerung der elektronischen Trefferanzeige auf der 300-m-Schiessanlage (vorfinanziert aus Ertragsüberschuss 2010), für die Sanierung der Wegführung beim Huserfelsen, für das generelle Entwässerungsprojekt GEP, für den Ausbau des Dorfbachs (restliche Einnahmen und Ausgaben) sowie für die Erneuerung des Friedhofs für ein Gemeinschaftsgrab und Urnenbeisetzungen. Durch die notwendigen Investitionsprojekte Huserfelsenweg sowie die Erneuerung beim Friedhof ergibt sich eine geringe Neuverschuldung bei der Politischen Gemeinde Niederbüren. Diese beträgt laut Gemeindepräsident Niklaus Hollenstein voraussichtlich rund 250 000 Franken, so dass die Verschuldung Niederbürens bis Ende 2011 auf rund 1,4 Millionen Franken ansteigen wird.

Dorfladen belastet Budget nicht

Was im Budget 2011 zu fehlen scheint, ist die Belastung durch den geplanten Kauf der Liegenschaft an der Staatsstrasse 50 für einen Dorfmarkt. Dies ist allerdings richtig so, denn daraus ergeben sich keine zukünftigen Amortisationslasten, da gemäss Gesetz das Finanzvermögen bei den Politischen Gemeinden nicht abzuschreiben ist. «Zudem ist der vorgesehene Kauf der Ladenlokalitäten lediglich eine Umlagerung innerhalb des Finanzvermögens», erklärt der Gemeinderat. Es würden lediglich die derzeit vorhandenen flüssigen Mittel (Umlaufvermögen) für den Liegenschaftenkauf (Anlagevermögen) eingesetzt ohne Bezug beim Eigenkapital. (gk./nb.)

Für weitere Informationen zum Budget findet am Donnerstag, 24. März, um 20 Uhr im Gemeindesaal Niederbüren eine Vorversammlung statt.

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