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NIEDERBÜREN: Talent allein reicht nicht

Oriana Thoma spielt seit der ersten Klasse Klavier, Jeannette Bühlmann seit der zweiten Klasse und Larissa Häcker seit der vierten Klasse Querflöte. Für einen Wettbewerb haben sie sich zu einem Trio formiert.
Zita Meienhofer
Das Trio Olaja mit Jeannette Bühlmann, Oriana Thoma und Larissa Häcker (von links) erreichte am Entrada des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs den ersten Rang mit Auszeichnung. (Bild: Zita Meienhofer)

Das Trio Olaja mit Jeannette Bühlmann, Oriana Thoma und Larissa Häcker (von links) erreichte am Entrada des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs den ersten Rang mit Auszeichnung. (Bild: Zita Meienhofer)

Sie haben am Entrada des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb den ersten Preis mit Auszeichnung erhalten. Um diese Anerkennung zu erreichen, braucht es nicht nur eine gehörige Portion Talent, sondern vor allem Ausdauer und Fleiss. «Und», sagt Immin Chung Poser, Klavierlehrerin an der Musikschule Thur-Land Oberbüren, «es muss zwischenmenschlich stimmen. Ist das nicht so, ist es hörbar». Jeannette Bühlmann aus Andwil, Oriana Thoma aus Niederbüren und Larissa Häcker aus Gossau verstehen sich, obwohl sie sich noch nicht allzu lange kennen, sehr gut. Kennen gelernt haben sie sich durch das Musizieren. Die drei jungen Frauen hatten bereits in Vorjahren am Schweizerischen Jugendwettbewerb teilgenommen – solistisch oder im Ensemble, miteinander oder in anderen Formationen.

Überhaupt nicht mit einem ersten Preis gerechnet

Für die diesjährige Teilnahme formierten sie sich zum Trio Olaja als Kammermusikensemble. Mit Hilfe ihrer Lehrkräfte Saied Taghadossi, der an der Musikschule Gossau Querflöte unterrichtet, sowie Immin Chung Poser, der Lehrerin von Oriana Thoma, wählten sie die Stücke aus: das Trio für zwei Flöten und Klavier von Friedrich Kuhlau und aus dem Andante et Rondo von Franz Albert Doppler Musik aus früheren Zeiten, als zeitgenössische Komposition das Trio, 4. Vivace des Wieners Josef Dichler.

Seit November des vergangenen Jahres trafen sie sich ein- bis zweimal wöchentlich zur gemeinsamen Probe. Zudem besuchten sie ihren Musikunterricht und traten an verschiedenen Orten öffentlich auf, zur Vorbereitung auf ihr Vorspiel Mitte März in Winterthur. Mit ihrem Konzert vor der Jury waren sie zufrieden, der erste Rang samt Auszeichnung hatte sie allerdings überrascht. Sie habe mit einem zweiten Platz gerechnet, sagt Oriana Thoma, und auch ihre beiden Kolleginnen tippten auf einen zweiten Rang. «Obwohl» fügt, Jeannette Bühlmann an, «das Spiel am Wettbewerb unser bester Vortrag war». Das schien auch die Jury so zu hören. Sie attestierte den drei jungen Frauen, dass das Gefühl aufkam, dass sich die Musizierenden bei jeder Note etwas überlegt hatten. Immin Chung Poser sagt zu diesem Resultat: «Die Auszeichnung zeugt davon, dass der Vortrag von ausgezeichneter Qualität war».

Musik – und zum Ausgleich reiten, turnen oder tschutten

Wenn die drei jungen Frauen spielen, ist ihre Freude an der Musik, an der Interpretation des Stücks zu hören. Sie spüren, was der Komponist sagen wollte, geben seinen Noten jedoch ihre eigene Klangfarbe. Dass die Musik eine wichtige Rolle in ihren Leben spielt, müssen sie nicht speziell betonen, das ist zu hören. «Ich habe gerne Musik», begründet Jeannette Bühlmann in einem knappen Satz ihre Motivation, täglich zu musizieren. Sie spielt neben Querflöte auch noch Klavier und singt solistisch. Zudem ist sie Mitglied in der Jugendmusik Andwil-Waldkirch. Ihr ist auch das eigene Pferd und das Springreiten wichtig. Die 15-Jährige trainiert mehrmals wöchentlich beim Reitclub St. Gallen und Umgebung. Auch Oriana Thoma widmet sich in ihrer Freizeit nicht nur der Musik, denn die 16-jährige Kantischülerin ist auch noch Mitglied des Turnvereins Niederwil. Auch ihre berufliche Zukunft sieht sie nicht im musikalischen Bereich. Nicht so Larissa Häcker. Die 15-Jährige besucht die Kantonsschule Wattwil mit Schwerpunkt Musik, wird im Sommer Mitglied des Jugendorchesters «il mosaico» und möchte das Musikstudium absolvieren. Doch auch sie hat – trotz Schule und Musik – genügend Zeit, um bei den Juniorinnen des FC Gossau zu spielen.

Ob das Trio Olaja auch nach dem 5. Mai zu hören sein wird? Die drei Jugendlichen zucken die Schultern. Die Möglichkeit besteht, dass sie im nächsten Jahr nochmals am Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb teilnehmen könnten. Wer sie jemals spielen gehört hat, wünscht es sich.

Hinweis

Das Kammermusikensemble Trio Olaja spielt am 5. Mai, 10.10 Uhr, im Grossen Saal der Musikschule Konservatorium Zürich. (MKZ)

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