NIEDERBÜREN: Rockmuseum auch im Thurgau

An der sechsten Hauptversammlung des Rock- und Popmuseums wurde von Höhenflügen und einem neuen Ausstellungscorner in Romanshorn berichtet. Auch finanziell gab es erfreuliche Neuigkeiten.

Kathrin Meier-Gross
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Ein Tribut an Deep Purple: Die Shades of Purple liessen die Hits der Kultband aufleben. (Bilder: Kathrin Meier-Gross)

Ein Tribut an Deep Purple: Die Shades of Purple liessen die Hits der Kultband aufleben. (Bilder: Kathrin Meier-Gross)

Kathrin Meier-Gross

redaktion

@wilerzeitung.ch

Was anderen Organisationen Sorge bereitet – schwindende Mitgliederzahlen und fehlender Nachwuchs –, ist für den Verein Rock- und Popmuseum kein Thema. Von den gut 400 Mitgliedern besuchten 91 die Hauptversammlung. Spannend zu beobachten war die Spannweite: vom jungen Erwachsenen über den eleganten Herrn im Jackett mit Pochettli bis hin zum Altrocker mit langen Haaren und Lederstiefeln. Auch die Damenwelt war gut vertreten. Was alle verbindet: Die Begeisterung für das Rock- und Popmuseum im Niederbürer Sornpark. Mit Applaus begrüsst wurden die Gäste, die aus Fürstenfeldbruck in der Nähe von München angereist waren.

In seinem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre sprach Initiant und Präsident Roland «Tschiibii» Grossenbacher allen, die in irgendeiner Form zum ­Gelingen des Projekts beigetragen haben, seinen Dank aus. Mit launigen Worten und Bildern liess er noch einmal die Entstehungsgeschichte aufleben. «With A Little Help From My Friends». Der Titel des Beatles-Songs fasste zusammen, was 45 Helfer in über tausend Fronarbeitsstunden geleistet hatten: Platten millimetergenau an die Wände gepinnt, elektronische Anlagen installiert, gemalt und vieles mehr.

Schon über 1000 Gruppen durchs Museum geführt

Exakt 1010 Gruppenführungen haben Tschiibii und sein Helferteam seit der Eröffnung des Museums bis zur Hauptversammlung 2018 durchgeführt. Den Präsidenten freut besonders, dass sich viele Jugendliche vom Museum begeistern lassen. Gut besucht sind die diversen Workshops und die offenen Samstage anfangs Monat. «Das Museum befindet sich auf einem ungeahnten Höhenflug», sagte Grossenbacher augenzwinkernd, als er vom Besuch des ehemaligen Kosmonauten Gennadi Iwanowitsch Padalka erzählte. Hocherfreut zeigte er sich über einen ausführlichen Beitrag über das Popmuseum, den das deutsche Rockmagazin «Eclipsed» veröffentlicht hat. Positive Rückmeldungen erhält das Rock- und Popmuseumsteam auf der von Stefan Kleinferchner gestalteten Website. Dank sprach Grossenbacher Deus und Jo, bekannt als «Dibi Däbi», sowie Mathias Borer aus, der im Museum immer wieder neue Songs ertönen lässt. Einen grossen Applaus gab es für Uschy Grossenbacher, die schon Hunderte von Apéros vorbereitet hat. «Uschy ist die gute Seele des Museums», sagte ein Besucher.

Neues Mitglied im Vorstand gewählt

Kassier Michael Huber präsentierte die Jahresrechnung mit einem Gewinn von fast 41700 Franken. Die Jahresbeiträge bleiben unverändert. Wiedergewählt wurde der Vorstand mit Roland (Präsident) und Uschy (Aktuarin) Grossenbacher, Michael Huber, Franziska Werz (PR), Silvan Scheiwiller (Events) und den Beisitzern Andreas Fahrni und Thomas Englisch. Neu dazugekommen ist Jo Mittelholzer, ebenfalls Beisitzer.

Als einen Glücksfall bezeichnete Roland Grossenbacher das Zusammentreffen mit Fredy Lienhard und dessen Sohn, Besitzer eines Automuseums in Romanshorn. Lienhards seien bei einem Rundgang dermassen begeistert gewesen, dass sie dem Rock- und Popmuseum einen Corner im Automuseum zur Verfügung gestellt hätten. Urs Koller, der bereits den Eingangsbereich im Sornpark gestaltet hat, habe in Romanshorn ein äusserst sehenswertes Bild gemalt.