Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NIEDERBÜREN: Niederbürer Präzision für den europäischen Automobilbau

Die Aluwag AG investiert rund 6 Millionen Franken in eine neue Giesszelle für die Herstellung hochstehender Aluminiumgussteile für die Automobilindustrie. Der strategische Entscheid dient insbesondere der Sicherung von Arbeitsplätzen.
Modul für einen Elektromotor, wie es die Aluwag herstellt. (Bild: PD)

Modul für einen Elektromotor, wie es die Aluwag herstellt. (Bild: PD)

Der Industriestandort Schweiz hat nach wie vor einen guten Ruf. Ganz besonders, wenn Qualität und Präzision gefragt sind. Das trifft auch auf die Region Wil zu, was sich hier positiv auf Investitionen und die damit verbundene Sicherung von Arbeitsplätzen auswirkt. Das zeigt sich am Beispiel der Aluwag AG.

«Wir haben uns für einen Kapazitätsausbau am Standort Niederbüren entschieden und werden eine neue Giesszelle mit 2200 Tonnen Schliesskraft in Betrieb nehmen», sagt Geschäftsführer Markus Wagner nicht ohne Stolz. Selbstverständlich ist dieser strategische Entscheid nicht. Die Aluwag AG ist Automobilzulieferer im Markt der drei Länder Deutschland, Österreich, Schweiz (kurz DACH) und beliefert namhafte Premiumhersteller mit Gussprodukten «Made in Niederbüren». Rund 80 Prozent des Umsatzes werden im Automobilbereich erwirtschaftet, wo die Anforderungen hoch sind. Das Unternehmen ist zwar grossem internationalen Preisdruck ausgesetzt und gezwungen, dort zu investieren, wo die Konkurrenzfähigkeit gegeben ist. Aber es hat auch Trümpfe, nämlich Attribute wie höchste Präzision und Qualität. Das macht Schweizer Produkte konkurrenzfähig.

Es braucht aber auch strategische Weitsicht. Bei der Aluwag AG wurde die Transformation vom reinen Verbrennungsmotor hin zum Hybrid- und reinen Elektromotor früh eingeleitet. Durch den Zuwachs von neuen Projekten in der Automobilbranche sei ein Bedarf in diesem Schliesskraftbereich entstanden, dem mit der Investition einer neuen Giesszelle Rechnung getragen werde. Dadurch sei die Aluwag AG auch zukünftig in der Lage, Projekte in der geforderten Bauteildimension auf dem Markt anzubieten, um langfristig die Arbeitsplätze in Niederbüren zu sichern. «Bereits heute werden unzählige Projekte für die E-Mobilität Branche realisiert. Sei es für ein Hybrid- oder ein vollelektrisches Fahrzeug, mit modernster Infrastruktur und eigenem Werkstofflabor erwecken wir Konzepte zum Leben», sagt Geschäftsführer Markus Wagner.

Die neue Giesszelle ist voll automatisiert und auf dem neusten Stand der Technik. Innert Millisekunden schiesst das rund 700 Grad heisse Aluminium mit derart hohem Druck in die Giessform, dass diese mit 2200 Tonnen zusammengepresst werden muss. Kaum eine Minute später liegt das etwas abgekühlte Werkstück zur späteren Weiterverarbeitung vor. Die baulichen Massnahmen für die neue Maschine wurden laut Markus Wagner bereits eingeleitet. Die Produktionsaufnahme der Giesszelle werde im Mai erfolgen.

Die Aluwag AG beschäftigt rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Niederbüren. «Erste Priorität hat bei uns, Arbeit nach Niederbüren zu holen und die Arbeitsplätze zu sichern», sagt Markus Wagner. Gegründet wurde das Unternehmen 1971 durch die Brüder Eugen, Josef, Pius und Walter Wagner.

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.