Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NIEDERBÜREN: «Königin» verlangt Können und körperliche Fitness

Ein hochstehendes Konzert boten der Trompeter Claude Rippas und Organist Dieter Hubov in der St. Michaelskirche Niederbüren. Die Zuhörer zeigten sich vom Können der beiden Musiker tief beeindruckt.
Organist Peter Hubov und Trompeter Claude Rippas. (Bild: Vroni Krucker)

Organist Peter Hubov und Trompeter Claude Rippas. (Bild: Vroni Krucker)

Zwei europaweit bekannte und mit vielen Preisen ausgezeichnete Musiker verwöhnten die zahlreichen Gäste am frühen Sonntagabend mit Barockmusik und einem Spiritual. Es war Musik, die zu Herzen ging, die Zuhörenden schon bei den ersten Tönen gefangen nahm.

Eröffnet wurde das Konzert mit der «Sinfonies de Fanfares» von Jean Joseph Mouret, in einer Bearbeitung von Claude Rippas, der verschiedentlich das Instrument wechselte, wie bei allen weiteren Werken von Buxtehude, Mozart, Rheinberger und Dubois, als auch beim Spiritual. Was der Trompeter bot, war höchst beeindruckend. Er spielte nicht nur Trompete, Cornett und Flügelhorn, sondern liess die Instrumente sprechen, erzählen, was seine Liebe zu den Blech-Blasinstrumenten spürbar werden liess.

Ein Meister an der Barockorgel

Dieter Hubov holte alles aus der Orgel, der Königin der Instrumente heraus: fulminante, unglaubliche Forti und zarteste Piani. Es ist kaum zu beschreiben, wie die Töne perlten oder dröhnten. Tänzerische Takte wechselten mit bodenständigen, kräftigen Klängen, bei denen viele Tasten und Pedale gedrückt wurden. Hände und Füsse war stets in Aktion – Schwerarbeit.

Als Assistentin wirkte Susy Rippas-Lüthy. Es wurde deutlich, dass ohne tägliches Ausdauertraining nicht auf einem so hohen Niveau musiziert werden kann – und das gilt für beide Musiker. Hubov ist mit jeder Faser seines Körpers dabei, Mimik und Gestik zeigten es deutlich, der Funke sprang über auf die Zuhörenden. Herrlich war die von Claude Rippas bearbeitete Interpretation des Spirituals «Nobody knows the trouble I’ve seen», Blasinstrument und Orgel wurden zur Einheit.

Berührender Abschluss

Den Schlusspunkt setzte das Duo mit «La Gioia» von Claude Rippas mit den Teilen Introduktion – Fantasia ostinata – Meditation – und Toccata über «In dir ist Freude»: ein Ohrenschmaus. Der Trompeter begann im Kirchenraum, zart begleitet von der Orgel, wechselte dann auf die Emporentreppe und spielte den Schlussteil wieder bei der Orgel. Das Publikum applaudierte und genoss stehend, zur Empore gerichtet, die beiden Zugaben.

Vroni Krucker

redaktion@wilerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.