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Niederbüren: Käserei fehlte nur der Käser

Käser Urs Gemperle ging in Pension. Ein Nachfolger konnte nicht gefunden werden. Nun wird die Liegenschaft samt Einrichtung verkauft. «Das ist nicht unüblich», sagt Immobilienfachmann Gabriel Walzthöny.
Zita Meienhofer
Die Käserei Kohlbrunnen wird mit Wohnhaus, Schweinestall und Käserei samt Einrichtung verkauft. (Bild: Zita Meienhofer)

Die Käserei Kohlbrunnen wird mit Wohnhaus, Schweinestall und Käserei samt Einrichtung verkauft. (Bild: Zita Meienhofer)

Das gibt es nicht alle Tage. Die Möglichkeit, eine Käserei samt Einrichtung, einem 7,5-Zimmer-Wohnhaus sowie einem Schweinestall kaufen zu können. «Wir haben uns während eineinhalb Jahren um eine Nachfolgeregelung bemüht», sagt Gabriel Grünenfelder, Präsident der Käsereigenossenschaft Kohlbrunnen in Niederbüren, «der Verkauf schien uns letztlich die beste Lösung.» Immobilienfachmann Gabriel Walzthöny von der Büchler AG in Niederuzwil, der für den Verkauf der Liegenschaft im östlichsten Weiler Niederbüren zuständig ist, erklärt, dass er doch schon zwei bis drei Käsereien verkauft habe.

Liegenschaften wie diese seien gesucht, da einerseits die Zimmer im Wohnhaus grosszügig gestaltet seien, anderseits meist auch noch Land dazugehöre. Für die Liegenschaft in Kohlbrunnen, die in der Landwirtschaftszone liegt, haben sich Interessenten gemeldet. In einer ersten Runde berieten sich die Besitzer vor zwei Wochen über die Angebote. Da die Liegenschaft einer Genossenschaft gehört, wird an den Meistbietenden verkauft. Definitiv entschieden werde in der zweiten Runde Anfang Juni, so Walzthöny.

Die 14 Genossenschafter entscheiden über Zukunft

Urs Gemperle, der in der Käserei Kohlbrunnen aufgewachsen ist, übernahm diese vor knapp drei Jahrzehnten. Er und seine Frau Monika waren bis Ende April im Betrieb tätig, dann trat Gemperle in den Ruhestand. Die Käsereigenossenschaft Kohlbrunnen zählt 14 Mitglieder, davon sind noch sieben als Landwirte tätig, liefern Milch ab. Im Jahr werden 100 Tonnen Käse verarbeitet. Gemäss Berechnungen, so Gabriel Grünenfelder, biete die Käserei eine Existenz als ein- bis Eineinhalb-Mann-Betrieb.

Eine schwierige Grösse, da Freitage und Ferien nicht intern geregelt werden können. «Zweimal haben wird den Betrieb für die Nachfolgeregelung ausgeschrieben», erklärt Grünenfelder, es seien zwar Interessenten vorhanden gewesen, die entsprachen allerdings nicht den Vorstellungen der Genossenschafter. Denn den Landwirten von Kohlbrunnen waren die Umgangsformen wichtig, die finanziellen Gegebenheiten sowie das «Regionale».

Ihre Milch liefern die Landwirte aus dem Weiler Kohlbrunnen nun in die Käserei Gabriel nach Oberbüren. Es seien schon eher Landwirte, die sich für die Liegenschaft interessieren, erklärt Walzthöny. Diese möchten den Schweinestall weiterbetreiben und das Wohnhaus vermieten. Allerdings räumt er ein, gelten ab Herbst neue Vorschriften und im Stall müssen bauliche Massnahmen getroffen werden. Sichtbare bauliche Veränderungen an den Gebäuden sind hingegen zonenbedingt nicht möglich. Gabriel Grünenfelder sagt abschliessend, dass er selber gespannt sei, welche Lösung sich letztlich anbieten werde.

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