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Niederbüren hat gewählt: Caroline Bartholet wird neue Gemeindepräsidentin

Das war nicht zu erwarten: Die Bevölkerung hat Caroline Bartholet im ersten Wahlgang zur Gemeindepräsidentin gewählt. Mit 366 von 723 Stimmen liegt ihr Resultat drei Stimmen über dem absoluten Mehr von 363 Stimmen.
Tobias Söldi
Glückliche Wahlsiegerin: Caroline Bartholet mit dem amtierenden Gemeindepräsidenten Niklaus Hollenstein. (Bild: Tobias Söldi)

Glückliche Wahlsiegerin: Caroline Bartholet mit dem amtierenden Gemeindepräsidenten Niklaus Hollenstein. (Bild: Tobias Söldi)

Es ist die grosse Überraschung des Wahlsonntag: Niederbüren hat mit Caroline Bartholet-Schwarzmann eine neue Gemeindepräsidentin gewählt. «Ich freue mich sehr auf die Herausforderung», sagt die Oberuzwiler Gemeinderätin, FDP-Politikerin und Kantonsrätin.

«Es ist ein deutliches Resultat, das mir Legitimation für das Amt gibt und vom Vertrauen der Bevölkerung zeugt.»

Bartholet vereinte 366 von 723 Stimmen auf sich. Das Resultat liegt damit drei Stimmen über dem absoluten Mehr von 363 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 69,73 Prozent – wenig erstaunlich angesichts des ereignisreichen Wahlkampfes.

Dass bereits im ersten Wahlgang eine Entscheidung gefallen ist, ist die eigentliche Überraschung. Neben Bartholet standen mit Jörg Caluori und Christoph Koenig zwei weitere Kandidaten im Rennen um das Gemeindepräsidium von Niederbüren. Dazu kam noch Gemeinderatsmitglied Pascal Frommenwiler, der an der zweiten Wahlveranstaltung Ende April überraschend als weiterer Kandidat vorgeschlagen wurde.

«Viel Unterstützung im Dorf gespürt»

Dass es zu einem Entscheid gekommen ist, hat auch Bartholet überrascht.

«Ich habe aber in den zwei Wochen vor der Wahl viel Unterstützung im Dorf gespürt und gedacht: Vielleicht klappt es ja doch im ersten Wahlgang.»

Die 50-Jährige hofft, dass mit ihrer Wahl und dem «klaren Zeichen», das damit gesetzt worden sei, nun wieder Ruhe in die Gemeinde einkehren wird. Niederbüren hat turbulente Monate hinter sich, der Wahlkampf war von Überraschungen und Misstönen geprägt.

Ende Juni wird Bartholet bei der Voigt AG in Romanshorn ihre Arbeit niederlegen. «Dann werde ich mich auf das Amt vorbereiten und mich in die Geschäfte einlesen», sagt sie. Auch ihren Sitz im Gemeinderat in Oberuzwil wird Bartholet abgeben. «Wann genau, ist aber noch nicht definiert. Darüber muss ich zuerst mit Gemeindepräsident Cornel Egger sprechen.»

Die Verlierer geben sich sportlich

Jörg Caluori

Jörg Caluori

Das zweitbeste Resultat erreichte Überraschungskandidat Jörg Caluori mit 137 Stimmen. «Ich trat an mit dem Slogan ‹Ich muss nicht, ich darf›. Und jetzt darf ich eben nicht», sagt der Niederbürer mit einem Lachen und gratuliert Bartholet. «Ich finde es gut, dass eine Frau gewählt worden ist.» Trotz Unruhen im Wahlkampf blickt er mit einem guten Gefühl zurück: «Ich fand es spannend.» Die Teilnahme bereut er nicht: «Es hat mich zwar viele Stunden gekostet, aber jetzt bin ich voll im Dorf drin und konnte viele Kontakte knüpfen.» Caluori zog anfang Jahr nach Niederbüren.

Nur 66 Stimmen für Koenig

Pascal Frommenwiler

Pascal Frommenwiler

Knapp hinter Caluori kam Pascal Frommenwiler mit 124 Stimmen zu liegen. Eine allfällige Kandidatur im zweiten Wahlgang, die Frommenwiler von der Anzahl Stimmen abhängig machte, muss er sich nun nicht mehr überlegen. «Ich finde es gut, dass wir ein Resultat haben.» Er ist überzeugt, dass Niederbüren mit Bartholet eine «fähige, gewillte und motivierte» Gemeindepräsidentin gewählt hat.

Christoph Koenig

Christoph Koenig

Wenig Erfolg hatte Christoph Koenig, der zweite von der Findungskommission vorgeschlagene Kandidat. Der Aargauer konnte lediglich 66 Stimmen auf sich vereinen. «Das Resultat ist relativ enttäuschend, das lässt sich nicht kleinreden», sagte er. Natürlich sei er sich immer bewusst gewesen, dass die Ausgangslage für einen Auswärtigen wie ihn schwierig gewesen sei, einige Stimmen mehr hätten es aber schon sein können. Dennoch: «Ich freue mich, dass Frau Bartholet es geschafft hat. Das steht für mich im Vordergrund.»

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