Nichtstun ist der einzig mögliche Fehler

Der Förderverein Frühdefibrillation wird am 5. August um 19 Uhr einen öffentlich zugänglichen Defibrillator («AED») der IG Obere Bahnhofstrasse (IGOB) in Form einer öffentlichen Veranstaltung offiziell übergeben.

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Der Defibrillator ist mit einer automatischen Alarmierung ausgestattet. (Bild: Silvan Meile)

Der Defibrillator ist mit einer automatischen Alarmierung ausgestattet. (Bild: Silvan Meile)

Ein Defibrillator (kurz «AED», manchmal auch «Defi» genannt) ist ein Lebensrettungs-Gerät, welches auch von medizinischen Laien bei einem Menschen eingesetzt werden kann, der bewusstlos am Boden liegt, weil er einen Herzstillstand (beziehungsweise ein sogenanntes «Herzkammerflimmern») erlitten hat. Wenn spontane Ersthelfende innerhalb von wenigen Minuten ein solches Gerät bei einem Herznotfall-Opfer erfolgreich einsetzen können, so kann damit das Leben dieses Menschen ohne bleibende Hirnschädigungen gerettet werden. Diese kritischen wenigen Minuten sind bis zum Eintreffen der Rettungsdienste von äusserst entscheidender Bedeutung. Das Gerät «kann sprechen» und gibt dem Helfer gezielte Anweisungen. Der einzige Fehler, den der Helfer machen kann, ist nichts zu tun.

Das zweite Gerät in Wil

Der Förderverein Frühdefibrillation setzt sich für die gezielte Verbreitung dieser Geräte ein. Ein weiteres befindet sich bereits am Wiler Bahnhofsvorplatz; das am 5. August zu übergebende Gerät ist somit bereits das zweite dieser Art in Wil. Grundsätzlich hofft man darauf, das Gerät nie einsetzen zu müssen. Wenn der Notfall aber eintrifft – und dieser kann jeden Menschen treffen – dann kann der «Defibrillator» Leben retten.

Öffentliche Übergabe

Der Standort der neuen Notfallsäule ist an der Oberen Bahnhofstrasse, in der Fussgängerzone auf der Höhe Stadtmarkt. Die Wiler Bevölkerung ist zu dieser Übergabe herzlich eingeladen. (pd.)