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Nicht mehr Chef des Sohnes

Hans-Peter Härtsch wird von Hans Hofstetter als Verwaltungsratspräsident der Flawa AG abgelöst. Zugleich wurde Sohn Nicolas Härtsch zum Delegierten des Verwaltungsrats gewählt. Er führt das Unternehmen seit 1. Januar 2014 als CEO.
Hans Suter
Familiäre Nähe, professionelle Distanz: Sohn Nicolas und Vater Hans-Peter Härtsch sind auf gleicher Welle. (Bild: Hans Suter)

Familiäre Nähe, professionelle Distanz: Sohn Nicolas und Vater Hans-Peter Härtsch sind auf gleicher Welle. (Bild: Hans Suter)

FLAWIL. «Für diesen Schritt gab es im Wesentlichen zwei Gründe», sagt Hans-Peter Härtsch zu seinem Rücktritt als Verwaltungsratspräsident (VRP). «Zum einen erachte ich es als wichtig und richtig, den Wechsel von der dritten zur vierten Generation auch an der Spitze des Unternehmens zu vollziehen. Zum anderen – und das ist mir noch wichtiger – liegt die Begründung im familiären Bereich.»

Vater oder Vorgesetzter?

Mit seinem Sohn Nicolas, der die Flawa seit 1. Januar dieses Jahres operativ als CEO führt und Mehrheitsaktionär ist, habe er ein ausgezeichnetes Vater-Sohn-Verhältnis. «Ich bin stolz und dankbar, dass er sich für die Fortführung <meines> Lebenswerks entschieden hat.» Nur: Statutengemäss ist der Verwaltungsratspräsident der direkte Vorgesetzte des CEO. Damit wäre Hans-Peter Härtsch der Chef seines Sohnes, der mittlerweile Haupteigentümer der Firma ist. «In meinen Augen beissen sich die beiden Rollen – als fordernder, teilweise unbequemer Vorgesetzter einerseits und als fürsorglicher, auf Harmonie bedachter Vater anderseits.» Deshalb hat er sich in Absprache mit seinem Sohn und seinem Nachfolger als VRP entschlossen, seiner Rolle als Vater den Vorzug zu geben und das Amt des Verwaltungsratspräsidenten zur Verfügung zu stellen.

Verzicht ist kein Rückzug

Sein Verzicht auf das VR-Präsidium, das dem bisherigen VR-Mitglied Hans Hofstetter anvertraut wurde, bedeutet allerdings nicht, dass sich Hans-Peter Härtsch nun ganz aus der Flawa AG zurückzieht. Er verbleibt als Mitglied in den Verwaltungsräten der Flawa AG und der Flawa Holding AG. «Zum anderen stehe ich meinem Sohn jederzeit gerne in beratender Funktion und bei Bedarf für spezielle Projekte zur Verfügung.» Das ist vom Verwaltungsrat auch so gewünscht. Denn keiner kennt das Unternehmen besser als Hans-Peter Härtsch. Er hat die Strategie und damit die Entwicklung des Unternehmens während dreieinhalb Jahrzehnten massgeblich mitbestimmt und auch geprägt.

Ein Urgestein

Hans-Peter Härtsch wurde 1950 geboren. 1977, zwei Jahre nach seinem Lizenziat als Betriebswirtschafter, trat er als Marketingleiter und Direktionsassistent in die Dienste der Flawa AG. 1977 war zugleich das Todesjahr von Flawa-Chef und Schwiegervater Rolf Lehmann. 1980 wurde Hans-Peter Härtsch geschäftsführender Direktor, 1985 als Delegierter des Verwaltungsrats CEO. Mitte 2004 zog er sich aus dem Tagesgeschäft zurück und beschränkte sich als VRP auf die strategische Ebene.

Bekenntnis zu Flawil

Die Flawa AG gibt ein klares Bekenntnis zum Standort Flawil ab. Die geplante Produktionsverlagerung nach Polen wird nicht realisiert. Stattdessen will das Unternehmen verstärkt durch Innovation und Qualität punkten und an Flawil festhalten.

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