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Nicht kaufen – selber machen

Angefangen hat alles mit selber gemachten Weihnachtsgeschenken. Heute packt das Bastelfieber Chantal Hafner-Schneider täglich. Mit zwei Büchern hat die Oberuzwilerin ihre Kreativität einmal anders zum Ausdruck gebracht.
Belinda Halter
Die zwei selbst gestalteten Bücher sind nur ein Teil der Ergebnisse von Chantal Hafner-Schneiders Kreativität. (Bild: bel.)

Die zwei selbst gestalteten Bücher sind nur ein Teil der Ergebnisse von Chantal Hafner-Schneiders Kreativität. (Bild: bel.)

oberuzwil. Der Bastelschrank ist ihr Heiligtum. Bunte Stoffe, Farben, Pinsel, Holzperlen – der Schrank von Chantal Hafner-Schneider bietet alles, was ein Bastlerherz begehrt. Die Leidenschaft von Chantal Hafner-Schneider ist gross. Kein Tag vergeht, an dem die Oberuzwilerin nicht bastelt. Sei es das Bemalen einer Garderobe, das Nähen einer Tasche oder das Herstellen von Holzkettchen für Babys – die kreativen Arbeiten von Chantal Hafner-Schneider sind vielfältig. «Wie kannst du nur so etwas kaufen? Das kann man doch selber machen», sagt sie oft zu anderen.

Die Freude am Selbermachen kommt bei ihr aus der Familie. «Bei uns war es ganz selbstverständlich, dass wir alle Geschenke selber gemacht haben», erzählt sie. Als dann wieder einmal Weihnachten vor der Tür stand, fragte sie ihre Mutter, was für ein Geschenkwunsch sie hätte. «Schreib mir ein Buch», antwortete diese. Nicht um ein Buch zu erhalten, sondern um die kreative Ader ihrer Tochter mit einer neuen Idee zu fordern, machte die Mutter den aussergewöhnlichen Vorschlag. Vom Wunsch ihrer Mutter angeregt, machte sich Chantal Hafner-Schneider an das etwas andere Projekt. Als gelernte Kleinkinderzieherin war für sie dann schnell klar, ein Kinderbuch zu machen.

Die Kreativität ausleben

Nach einigen Monaten Arbeit entstand im Jahr 2005 ihr erstes Bilderbuch «Karl trifft Kerlchen». Mit eigenen Bildern erzählt die Autorin darin die Geschichte eines Hahns, der glücklich auf seinem Misthaufen lebt. Er findet eine Krone und beneidet den Prinzen, der diese verloren hat. Der Prinz findet sein Leben auf dem Schloss allerdings gar nicht so toll. «Die Geschichte soll zeigen, dass es nicht immer besser ist, was andere haben. Es war mir wichtig, dass die Geschichte Sinn macht», erklärt Chantal Hafner-Schneider. Eine gute Geschichte zu finden, das sei schwierig gewesen, nicht die Umsetzung. Nachdem die Bilder gezeichnet und die Geschichte geschrieben war, hat die Autorin das Buch gedruckt. Da sich kein Verlag für eine Publikation interessierte und die Druckkosten zu hoch waren, blieb die grosse Auflage aus und das Buch bei ihr zu Hause. Später schrieb und malte sie dann ihr zweites Buch «Hey chliine Stern».

Durch eine Kollegin machte sie mit einem Drucker Bekanntschaft. Bei ihm druckte sie zu günstigeren Konditionen je 100 Stück von beiden Büchern. Auf der eigenen Internetseite verkauft die Autorin nun neben ihren Bastelprodukten ihre Bücher. Das grosse Geschäft will sie jedoch nicht damit machen. «Es war für mich toll, das Buch überhaupt drucken zu können. Ich habe viele der Bücher verschenkt», sagt sie. Sie wolle einfach ihre Kreativität ausleben. Es sei schön, wenn die Arbeit dann von anderen anerkannt werde, so Chantal Hafner-Schneider. Es sei ja nicht so, dass man ihr ihre Kreativität ansehen würde. Gefragt, wie sie auf die Ideen komme, antwortet die Bastlerin immer dasselbe: «Ich habe die Ideen einfach.»

Immer etwas machen

Als nächstes Projekt hat die Oberuzwilerin nun ein Hörbuch im Sinn. Darauf will sie selbst, begleitet von eigenen Liedern, die Geschichte erzählen.

«Es wird mir nie langweilig», sagt Chantal Hafner-Schneider lachend. Sie müsse immer etwas machen, einfach untätig vor dem Fernseher sitzen, ist für sie unvorstellbar. «Wenn ich wieder eine Idee habe, dann packt mich der Ehrgeiz. Ich kann die Arbeit dann nicht auf die Seite legen und später fertig machen», erklärt sie. So kommt es vor, dass sie bis spät in die Nacht in ihrer grossen Leidenschaft versinkt – dem Basteln.

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