Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Nicht alle finden diese Hitze spitze

Heiss, heisser und viel zu trocken: Das ist der Sommer 2018. Insbesondere die Natur leidet unter der lang anhaltenden Trockenheit. Aber auch Mensch und Tier müssen sich anpassen und zum Teil wichtige Vorkehrungen treffen.
Chritsoph Heer
Anna Kellenberger (links) ist bald 90-jährig und hält sich gern in der Natur auf. Mit Schwiegertochter Cornelia Kellenberger (rechts) und deren Tochter Tanja geniesst sie den Sommertag auf der Terrasse im Regionalen Alterszentrum Tannzapfenland. (Bilder: Christoph Heer)

Anna Kellenberger (links) ist bald 90-jährig und hält sich gern in der Natur auf. Mit Schwiegertochter Cornelia Kellenberger (rechts) und deren Tochter Tanja geniesst sie den Sommertag auf der Terrasse im Regionalen Alterszentrum Tannzapfenland. (Bilder: Christoph Heer)

Von Tag zu Tag klettert das Thermometer gegen und zum Teil über die 30-Grad-Marke. Viele Einheimische geniessen in dieser Zeit ihre Sommerferien. Auf den Strassen ist es merklich ruhiger, in den Verkaufsläden entspannter und die Baustellen sind nur spärlich besetzt.
Bei über 30 Grad der prallen Sonne ausgesetzt, trifft man auf einer Wallenwiler Baustelle trotzdem den einen oder anderen Arbeiter an. Walter Ziltener ist einer von ihnen, schwitzt und vermag trotzdem zu lachen. «Ich bin an der Fertigstellung wichtiger Arbeiten, damit die Neubauten bereit sind für die Erstbezüger», sagt er. Die meisten Bauarbeiter seien in den Ferien. «Das passt gut in diese Hitzeperiode, so hoffe ich, dass sie dann erholt zurückkehren.» Nicht leugnen dürfe man hingegen den Leistungsabbau. «Wenn es so heiss ist, ist es normal, dass man nicht mehr zu hundert Prozent Leistung erbringen kann. Eine genügende Flüssigkeitszufuhr ist unabdingbar auf dem Bau.»

Arzneimittel: Tipps und Tricks vom Profi

Apothekerinnen und Drogistinnen sind auch bei Hitze gefragte Ratgeberinnen.

Apothekerinnen und Drogistinnen sind auch bei Hitze gefragte Ratgeberinnen.

Ein Abstecher in die Drogerie Ruckstuhl in Eschlikon gibt Gewissheit; man kann sich gegen die Hitze schützen. Dafür gibt es zahlreiche informative Tipps und Trick von der Geschäftsführerin. «Ganz wichtig für den Aufenthalt an der Sonne sind Sonnenschutzcreme, leichte Kleider und natürlich sich möglichst im Schatten aufzuhalten.» Wen aber die Sonne trotzdem zu arg getroffen habe, dem kann mit Mittelchen geholfen werden. «Aktuell sind bei uns Kopfschmerztabletten sehr gefragt. Aber auch Arznei für die positivere Venendurchblutung, gegen Insektenstiche oder für Fussbäder werden oft verlangt», sagt Christina Keller. Im Allgemeinen nimmt sie ihre Kundschaft als sehr positiv gestimmt wahr. «Die Kunden sind überaus relaxed, auch diejenigen, die arbeiten müssen, sind freundlich und entspannt.»

Fürsorge im Alterszentrum

Kleinkinder und ältere Mitmenschen fühlen sich oft stark in Mitleidenschaft gezogen, wenn das Quecksilber ansteigt. Renate Merk ist Zentrumsleiterin im Regionalen Alterszentrum Tannzapfenland in Münchwilen. Sie weiss Bescheid über die Wichtigkeit der Fürsorge bei betagten Menschen: «Wie im Privaten auch, versuchen wir die Kühle im Haus zu behalten.» Fenster schliessen, Storen runter und nur nachts durchlüften helfe schon enorm. «Zudem achten wir akribisch genau auf eine geeignete, leichte Nahrung, und natürlich auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr bei den Bewohnern.» Dahin gehend stellt die Küche genügend Bouillon, Wasser oder Tee zur Verfügung – auch für die Mitarbeiter, die auch oft in den Genuss einer feinen und kühlenden Glace kommen.
Erschöpfung, Salzverlust durch vermehrtes Schwitzen und Blutdrucksenkung sind Merkmale, die sich bei heissen Temperaturen bemerkbar machen. Renate Merk betont, dass bei Auffälligkeiten sofort die medizinischen und pflegerischen Massnahmen greifen. «Die meisten Bewohner bleiben jetzt im Haus. Sobald die Temperaturen wieder etwas zurückgegangen sind, geniessen sie dann wieder unseren schönen Gartensitzplatz», sagt die Zentrumsleiterin.

Anna Kellenberger, 90-jährig: «Es ist zu warm»

Zufrieden und mit zwei Besucherinnen am Tisch, sitzt Anna Kellenberger bei über 30 Grad auf der Terrasse des Regionalen Alterszentrums Tannzapfenland. «Im Schatten und mit etwas kühlendem Wind geht es grad noch so, aber es ist schon etwas zu warm. Früher hat mir die Hitze gar nichts ausgemacht, Winter und Sommer liebe ich gleichermassen», sagt die sympathische Bewohnerin. Mit ihr am Tisch sitzen Schwiegertochter Cornelia und deren Tochter Tanja – zwei Sonnenkinder, braun gebrannt und merklich entspannt angesichts der Temperaturen. «So ein Sommer ist doch toll. Uns macht die Hitze gar nichts aus, im Gegenteil, wir geniessen sie, natürlich auch gerne in unserem eigenen Pool», sagen die beiden Frauen mit einem Lachen im Gesicht. Bemerkenswert, wenn sich zwei junge Personen und «Sonnenliebhaberinnen» bei diesem Wetter und mitten am Nachmittag zuerst um ihre Mitmenschen kümmern und mit ihnen Zeit verbringen; Anna Kellenberger geniesst jede Sekunde mit ihnen.
Ein Abstecher in den Volg in Dussnang lässt dann Vermutetes wahr werden. Auch hier heisst es, Ferienzeit – ruhigere Zeit. Aber die Daheimgebliebenen müssen ja trotzdem essen und trinken. «Früchte, vor allem Melonen, Brot und Grilladen werden gekauft. Und natürlich Getränke, meist Süssgetränke, sind bei unseren Kunden und in dieser Hitze beliebt», sagen die Verkäuferinnen Luzia Rickenmann und Magdalena Alber. Sie selber gehen als Vorbilder voran: Trotz Hitze, mit guter Laune und einem Lächeln, ist das Leben – und die Hitze – einfach schöner und erträglicher.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.