«Neuland» bei der Seelsorgearbeit

An der Rätetagung der Seelsorgeeinheit Magdenau (Sema) in Degersheim stand die Umsetzung des Pilotprojekts «Neuland» des Bistums St. Gallen im Zentrum. Die Sema nimmt als erste Seelsorgeeinheit an diesem Projekt teil und gleist nun Grundlagen auf.

Aaron Ehrat
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DEGERSHEIM. Zweimal im Jahr treffen sich die Pfarreiräte, Kirchenverwaltungsräte sowie das Pastoralteam der Pfarreien Flawil, Degersheim, Wolfertswil und Niederglatt zur Rätetagung. Das Hauptthema des eintägigen Treffens vom vergangenen Samstag war die Partnerschafts-Ehe-Familien-Seelsorge (PEF-Seelsorge). Ziel dabei war es, neue Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit in den Pfarreien im Bereich der PEF-Seelsorge festzulegen und Entwicklungspotenzial bei der jetzigen Arbeit aufzuzeigen.

Projekt «Neuland»

Referent Matthias Koller Filliger, Theologe und Mitarbeiter an der Fachstelle Partnerschaft Ehe Familie des Bistums St. Gallen, führte die Räte und das Pastoralteam durch den Tag. Zu Beginn der Tagung zeigte er den Sinn und die Aufgabe der PEF-Seelsorge auf und erklärte, was die Fachstelle des Bistums tut.

Eines der Projekte des Bistums zur Kirchenentwicklung heisst «Neuland». Die Arbeit in den Pfarreien muss künftig partnerschaftlicher werden, da die Zahl der hauptamtlichen Seelsorger stark schwindet. «Ziel ist es, dass diese nun vermehrt Freiwillige bei ihrer Arbeit unterstützen und so deren Engagement fördern statt die Rolle des Animators zu übernehmen», sagte Flawils Pfarreiratspräsidentin Ruth Rohde.

Die Sema nimmt als erste Seelsorgeeinheit am Pilotprojekt «Neuland» des Bistums St. Gallen teil. Die PEF-Seelsorge wurde nun exemplarisch ausgewählt um die «Neuland-Strukturen» praktisch umzusetzen und Erfahrung zu gewinnen. Aus diesem Grund sammelten die Pfarreiräte, Kirchenverwaltungsräte und das Pastoralteam an der Rätetagung Ideen, aus denen fünf Schwerpunktthemen gewählt wurden. Diese wertet nun das Pastoralteam der Sema aus und entscheidet, was weiter mit den ausgewählten Ideen geschehen wird. Mit den Themen «Alternde Eltern» und «Beziehung Grosseltern-Eltern-Kinder» legte man einen Schwerpunkt auf die späte Familienphase. Im Bereich der Partnerschafts-Seelsorge wählten die Räte und das Pastoralteam «Lustvolle Paaranlässe» und «Paarreisen». Des Weiteren will man sich auch mit «jungen Eltern mit Kindern zwischen Taufe und Schule» beschäftigen. Das Pastoralteam entscheidet, wie diese Schwerpunkte im Projekt Neuland stattfinden können. Danach wird man sich an der zweitägigen Rätetagung im Herbst weitere Gedanken dazu machen.

Gottesdienst rundet den Tag ab

Anschliessend führte in der Degersheimer St. Jakobus Kirche ein Gottesdienst das Thema der Rätetagung zu Ende. Organisiert wurde der Gottesdienst von Pfarrer Markus Schöbi und Ruth Rohde. Dass neu nicht mehr der Pfarrer alleine den Gottesdienst organisiert, ist auch Folge des Projekts «Neuland».

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