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Neues WC ist sicher vor Vandalismus

BÜTSCHWIL. Die WC-Anlage beim Bahnhof Bütschwil hat in der Vergangenheit wegen Vandalismus hohe Kosten verursacht. Zudem waren die sanitären Anlagen veraltet. Seit gestern können Bahnreisende eine komplett neue, vandalensichere Anlage benutzen.
Das neue WC am Bahnhof Bütschwil. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Das neue WC am Bahnhof Bütschwil. (Bild: Beatrice Bollhalder)

BÜTSCHWIL. Die WC-Anlage beim Bahnhof Bütschwil hat in der Vergangenheit wegen Vandalismus hohe Kosten verursacht. Zudem waren die sanitären Anlagen veraltet. Seit gestern können Bahnreisende eine komplett neue, vandalensichere Anlage benutzen.

Die SBB haben beschlossen, die ins Alter gekommene Anlage in Bütschwil durch ein WC des Programms «WC-Module 13+» zu ersetzen. Sie haben, wie sie es immer machen, die Standortgemeinde um eine angemessene finanzielle Beteiligung angefragt. Diesem Anliegen hat der Gemeinderat zugestimmt. «So haben wir für die Öffentlichkeit mit einer einmaligen Beteiligung an den Baukosten etwas Sinnvolles schaffen können», sagte Peter Minikus, Ratsschreiber der Gemeinde Bütschwil, gestern an der Eröffnung. Mit der vandalensicheren Anlage hofft auch Markus Rast, Bauherrenvertreter der SBB, dass in den nächsten Jahrzehnten keine weiteren Kosten ausser jenen für die Reinigung auf die SBB zukommen.

Behindertengerecht

In der ganzen Schweiz werden in diesen Jahren rund 90 Bahnhöfe mit solchen WC-Anlagen ausgerüstet. Dabei greift die SBB meist auf die Kompetenz der Firma Fierz GmbH aus Glattfelden zurück. Peyman Mehdiaraghi, Projektleiter dieser Firma, erklärte, dass die Bauweise keinen Vandalismus mehr zulasse. Aus hygienischen Gründen habe man statt Keramik Chromnickelstahl als Material gewählt.

Um in die Kabine, die in einer behindertengerechten Grösse gebaut worden ist, zu gelangen, muss erst ein Franken, auch in kleinen Münzen, oder ein Euro eingeworfen werden. «Wir wollen etwas dafür zurückhaben, dass wir eine komfortable, saubere Anlage zur Verfügung stellen», sagte Markus Rast, immerhin hätten die gesamten Baukosten 135 000 Franken betragen. Behinderte Menschen können die Anlage gratis mit dem Eurokey, einem Schlüsselsystem für hindernisfreie Einrichtungen, benutzen. Wird ein solcher Schlüssel gesteckt, öffnet sich die Türe automatisch und schliesst sich nach einer gewissen Zeit auch wieder selber.

Immer geöffnet

In Bütschwil ist eine Unisex-Toilette, also eine sowohl für weibliche als auch männliche Besucher, mit Urinoir gebaut worden. Zudem befindet sich in dieser Kabine ein Wickeltisch. Die WC-Spülung, Seife, Wasser und der Handtrockner werden mit Sensortechnik betätigt. Nebst den LED-Leuchten verfügt die Anlage auch über eine Notbeleuchtung. Die Anlage ist während 24 Stunden und 365 Tagen geöffnet. Mitarbeiter der Firma Rail-Clean, die sich ohnehin um die Sauberkeit auf den Bahnhöfen kümmern, kommen vormittags für eine Grundreinigung vorbei, sehen aber auch nachmittags noch einmal nach dem Rechten. (bol)

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