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Neues Museum über die Uzwiler Industrie angedacht

Sie ist in den Köpfen einiger Personen schon länger vorhanden, die Idee zur Realisation eines Industrie­museums in Uzwil. Mitglieder der Familie Bühler nahmen diese wieder auf, sie steckt aber noch in den Kinderschuhen.
Zita Meienhofer
Das Areal der Firma Bühler vor etwa 90 Jahren: Die Geschichte der Firma soll in einem Museum der Öffentlichkeit präsentiert werden. (Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Walter Mittelholzer)

Das Areal der Firma Bühler vor etwa 90 Jahren: Die Geschichte der Firma soll in einem Museum der Öffentlichkeit präsentiert werden.
(Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Walter Mittelholzer)

In Flawil gibt es eines, in Oberuzwil und auch in Wil, ein Orts- oder Stadtmuseum. Räume, in denen die Geschichte des Ortes dargestellt ist, in denen den folgenden Generationen aufgezeigt wird, was einst war, in denen immer wieder Trouvaillen aus der Vergangenheit präsentiert werden.

Auch in Uzwil war die Idee zur Realisation eines Museums Ende des vergangenen Jahrhunderts präsent. Die Vereinigung für Kulturgut Uzwil arbeitete an der Schaffung eines Museums für Industrie und Arbeit.

«Leider scheiterte dieses Projekt trotz intensivster Bemühungen der dafür eingesetzten Kommission an den Finanzen, welche zu spärlich flossen»

heisst es auf der Website dieser Vereinigung und wird ergänzt mit den Worten. «Wir hoffen aber, dass dies eine spätere Generation doch noch in die Tat umsetzen kann».

Firmen- und Familien­geschichte archivieren

Die Idee war wohl nie ganz vom Tisch und wird jetzt wieder aktuell. Dies vor allem auch deshalb, weil die Familie Bühler ihre Firmen- und Familiengeschichte dokumentieren will und sich folglich mit der Idee eines Industriemuseums befasste.

Viel könne dazu noch nicht gesagt werden, erklärt Markus Reber, Media Relations Manager des Uzwiler Technologiekonzerns, da die Projektidee eines Museums noch in den Kinderschuhen stecke. Bislang wurde die Firma Eberle AG aus Bazenheid mit dem Aufbau eines Archivs beauftragt.

Blick in weltweite Industriegeschichte

Gemäss Armin Eberle, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma und Historiker, wurde vor etwa drei bis vier Jahren mit der Archivierung der Dokumente der Firmen- und Familiengeschichte von Bühler begonnen. In den vergangenen Jahren wurde er mit unzählig vielen und unterschiedlichen Dokumenten konfrontiert, hatte zu entscheiden, ob diese aufbewahrt oder vernichtet werden. Darunter sind handgeschriebene Bücher, Akten, Pläne, Konstruktionszeichnungen und auch Filme – vom 16-mm-Film bis zum modernen Bildformat.

Immer wieder kommen weitere Dokumente und Artikel dazu, vor allem von den Bühler-Niederlassungen auf der ganzen Welt. Beeindruckt ist Armin Eberle von der Fotosammlung, die die Industriegeschichte über das vergangene Jahrhundert hinaus dokumentiert. Dies einerseits, da der Konzern eigene Fotografen beschäftigte, anderseits auch, weil die Firma Bühler durch die Installation und Instandhaltung ihrer Maschinen Einblick in viele Müllereien, Brauereien und Teigwarenfabriken auf allen Kontinenten hatte. «Die Archivierung dieser Dokumente ist eine Voraussetzung für den Aufbau eines Museums», sagt Armin Eberle. «Letztlich ist es das Ziel, diese Dokumente und Gegenstände der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.»

Vereinigung für Kulturgut führt Gespräche

Auch die Vereinigung für Kulturgut Uzwil (VKU) wurde über die Idee eines Industriemuseums informiert. «Es wurden oder werden erste Gespräche geführt, ob wir allenfalls Material für ein Museum zur Verfügung stellen könnten», sagt Marco Baumann, Präsident der Vereinigung für Kulturgut Uzwil. Mehr könne er dazu noch nicht sagen, so Baumann. Er betont jedoch: «Wir begrüssen jeden Schritt, bei der die Geschichte der Gemeinde lebendig gemacht wird.

Vereinigung für Kulturgut Uzwil

Die Vereinigung für Kulturgut Uzwil wurde am 26. Juni 1979 gegründet. Ihre Aufgabe ist der Erhalt und die Förderung von Kulturgut in der Gemeinde. Erste Aufgabe und eigentlicher Grund für die Schaffung der Vereinigung für Kulturgut war der Erhalt des Kornspeichers in Niederuzwil aus dem Jahr 1619, welcher damals kurz vor der Zerstörung stand. Zudem wurden die alten Chroniken der Donnerstagsgesellschaft Niederuzwil übersetzt und als Buchform in drei Bänden herausgegeben. Ebenfalls setzte sich die VKU für die Realisation eines Museums ein.

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