Neues Kapitel Fahnengeschichte

Mit einem glanzvollen Konzert verwöhnte die Musikgesellschaft Niederhelfenschwil unter der Leitung von Marcel Eggler ihre zahlreichen Gäste. Im Mittelpunkt stand die Einweihung der neuen Vereinsfahne.

Vroni Krucker
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Die neue Fahne der Musikgesellschaft Niederhelfenschwil mit den Paten Johann Jung und Irma Angehrn. (Bilder: Vroni Krucker)

Die neue Fahne der Musikgesellschaft Niederhelfenschwil mit den Paten Johann Jung und Irma Angehrn. (Bilder: Vroni Krucker)

NIEDERHELFENSCHWIL. Im Dunkeln begann ein Teil der MG auf der Bühne mit dem Stück «Stai si, defenda», der offiziellen Hymne des Kantons Graubünden. Nach und nach zogen die übrigen Musikanten ein und eröffnete den Konzertabend mit der wunderschönen Melodie.

Jung, rassig, anspruchsvoll

Die Hand des jungen Dirigenten Marcel Eggler war in der Wahl der interessanten Kompositionen für diesen Abend eindrücklich spürbar. Humorvoll und witzig führte Silvan Jung durch den Anlass. Er begrüsste die Gäste in der vollbesetzten Aula und stellte die beiden Neumitglieder Flavia Zwick und Christian Jung im Cornet-Register vor. Als Schnuppermusikant spielte der Schüler Noel Stammbach zum ersten Mal mit. In der «Rhapsody for Euphonium» von James Curnow glänzte Dominik Allenspach mit einem anspruchsvollen Solo. Es folgte der majestätische Berner Stadtschützen-Marsch von Stephan Jäggi, sehr zur Freude des Publikums.

«Share my Yoke» (Teile meine Bürde) wurde von der jungen Keyboarderin und Sängerin Joy Webb aus einem alten schottischen Volkslied arrangiert. Ihr Talent als Cornetistin bewies dabei Silvana Coray in ihrem Solo-Auftritt. Den Abschluss des ersten Teiles bildete die rassige Polka «Unter Blitz und Donner» vom Walzerkönig Johann Strauss (Sohn).

Einzug mit Udo-Jürgens-Song

Zwar feiert Udo Jürgens schon bald seinen 80. Geburtstag, sein Hit «Mit 66 Jahren» fehlt aber auch heute noch an keinem seiner Konzerte. Die MG zeigte, dass der Song auch in Brass-Version sehr gut klingt. Dazu zog Fähnrich Daniel Eigenmann mit der noch aktuellen Fahne ein. Präsident Xaver Angehrn: «Der immer noch aktive Musikant Peter Jung senior war schon bei der Fahnenweihe 1954 dabei.» Er dankte allen, die sich für die neue Fahne, aber auch für die MGN in vielen Stunden immer wieder intensiv engagieren, und sprach der Fahnenkommission einen speziellen Dank aus. Es folgte «Queen Rules!» mit den bekannten Rock-Hymnen We Will Rock You, Bohemian Rhapsody, Another One Bites The Dust und We Are The Champions.

Während das Korps «The Time of my Life» spielte, zeigte die ausgediente Fahne auf der Leinwand nochmals, wohin sie nach der Fahnenweihe die MG in den letzten 60 Jahren begleitet hatte: etwa an Musikfeste, Kreismusiktage, Hochzeiten und kirchliche Anlässe.

Die neue Fahne begeistert

Die Spannung stieg, als Fahnenpatin und -pate mit Musikanten zu «Tower music» in den Saal einzogen. Langsam entrollten sie auf der Bühne das neue Wahrzeichen der Gemeinschaft. Frisch präsentiert es sich in den Farben Grün, Weiss, Gelb und Blau, vom Publikum mit tosendem Applaus begrüsst.

Nach dem Fahnengruss – alte und neue Fahne – beendeten die Musikanten das Konzert mit einer böhmisch-mährischen «Abschiedspolka» und der Zugabe «Schwyzer-Soldate». Dann trat die bewährte Theatercrew unter der Regie von Karl Jung in Aktion. Die Verwechslungsszenen strapazierten die Lachmuskeln der Publikums heftig.

2. Unterhaltungsabend: 11. Januar, 20 Uhr, OZ Sproochbrugg

Nach der Musik – die Show.

Nach der Musik – die Show.

Die Gäste amüsierten sich über die Gags der Theatertruppe.

Die Gäste amüsierten sich über die Gags der Theatertruppe.

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