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Neuer Präsident bei Gastro Wil: "Die Anforderungen an Restaurantbesitzer sind gestiegen"

Gastro Wil hat mit Walter Meier einen neuen Präsidenten. An der Hauptversammlung sprach er vom vielfältigen Gastronomieangebot in der Stadt, dem geänderten Essverhalten und künftigen Herausforderungen.
Gianni Amstutz
Walter Meier wurde an der Hauptversammlung zum neuen Präsidenten von Gastro Wil gewählt. (Bild: Gianni Amstutz)

Walter Meier wurde an der Hauptversammlung zum neuen Präsidenten von Gastro Wil gewählt. (Bild: Gianni Amstutz)

Es war eine aussergewöhnliche Hauptversammlung von Gastro Wil gestern Nachmittag im Restaurant Neutoggenburg. Aussergewöhnlich deshalb, weil eine Präsidentenwahl anstand. Norbert Epple, der das Amt seit 2014 bekleidet hatte, verlor vor rund einem Monat den Kampf gegen eine langjährige Krankheit. So stand zu Beginn der Versammlung eine Schweigeminute auf dem Programm, bei der die Mitglieder ihres verstorbenen Präsidenten gedachten.

Zu seinem Nachfolger wählten die Versammelten einstimmig Walter Meier. Der bisherige Vizepräsident arbeitet bei Top CC als Kunden-Fachberater im Aussendienst. Gerne sähe er einen aktiven Wirt, der selbst Lehrlinge ausbildet, als Präsidenten. Grosse Nachteile sieht er jedoch keine darin, dass er selbst nicht mehr als Gastronom tätig ist. Schliesslich bringe er weit über 20 Jahre Erfahrung aus der Branche mit und kenne die Anforderungen deshalb bestens, sagte der 60-jährige Kirchberger.

Alle profitieren von grösserem Angebot

Das gastronomische Angebot in Wil beurteilt der neu gewählte Präsident als «vielfältig und ausgewogen». Das werde von den Kundinnen und Kunden auch geschätzt, was sich beispielsweise darin zeige, dass gewisse Restaurants beinahe eine Woche im Voraus bereits ausgebucht seien. Dabei gilt laut Walter Meier: «Konkurrenz belebt das Geschäft.» Von einem grösseren Angebot würden letztlich alle profitieren, ist er überzeugt.

Gesamtschweizerisch seien im vergangenen Jahr zwar zirka 2900 Restaurants geschlossen worden bei nur 2050 Neueröffnungen. Dieser Rückgang von rund 850 Restaurants sei in Wil jedoch nicht spürbar, da viele der Restaurants, die ersatzlos geschlossen wurden, in ländlichen Gebieten lagen, sagte Meier.

Alles eitel Sonnenschein also in der Wiler Gastro-Szene? Mitnichten. «Das veränderte Essverhalten bereitet uns Sorgen», sagte der Präsident. Die Leute würden heutzutage weniger Zeit fürs Essen aufwenden. Gerade zu Mittag schwanke die Anzahl der Gäste von Tag zu Tag extrem. Das mache es für Gastwirte schwierig, die richtigen Mengen einzukaufen und die Personaleinsätze zu planen. «Zudem sind die Anforderungen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen.» Ein Gastronom müsse mehr denn je ein Allrounder sein. Internetprofi, Team-Manager, Spitzenkoch, Gastgeber, Treuhänder, Event-Manager und Landschaftsgärtner seien nur einige der Aufgaben, welche ein Restaurantbetreiber erfüllen müsse.

Mit eigenem Stand am nächsten Stadtfest

Finanziell erlebte der Verein auch schon bessere Zeiten. Einnahmen generiert er praktisch ausschliesslich durch Beiträge seiner 64 Mitglieder. Deshalb stimmten die Anwesenden einer Erhöhung der Mitgliederbeiträge von 25 auf 70 Franken pro Betrieb denn auch einstimmig zu.

Zudem gab es Ideen, wie man weitere finanzielle Mittel für die Vereinskasse erschliessen könnte. Am nächsten Stadtfest 2019 will Gastro Wil einen eigenen Stand betreiben. So sollen weitere Einnahmen zusammenkommen. Ausserdem sei es auch wichtig, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren, so das Votum eines Mitglieds. Der Vorschlag stiess auf Zustimmung und wird vom Vorstand nun weiter ausgearbeitet.

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