Neuer Kunstrasen mit UV-Schutz

HENAU. Die Arbeiten für die Sanierung des Kunstrasenspielfeldes in der Henauer Rüti haben begonnen. Ende Monat soll der Platz fertiggestellt sein. Die neue Gummifüllung verspricht dank Witterungsschutz eine längere Lebensdauer.

Ives Bruggmann
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Ein Bauarbeiter fährt einen Sack mit Gummigranulat auf den Platz. Zusammen mit einem Bindemittel wird das Granulat als Elastikschicht unter dem Kunstrasen dienen. (Bild: Ives Bruggmann)

Ein Bauarbeiter fährt einen Sack mit Gummigranulat auf den Platz. Zusammen mit einem Bindemittel wird das Granulat als Elastikschicht unter dem Kunstrasen dienen. (Bild: Ives Bruggmann)

HENAU. Schwarz wird mit einem Fussballplatz kaum in Verbindung gebracht. Derzeit ist diese Farbe jedoch vorherrschend in der Henauer Rüti. Bereits in der vergangenen Woche wurde der alte und defekte Kunstrasen entfernt. Darunter kommt nun eine schwarze Schicht aus Teer zum Vorschein.

Weicher Untergrund

Gestern wurde nun mit den Arbeiten für den neuen Kunstrasen begonnen. Dafür sind gemäss Projektleiter Dino Frassetto von der ausführenden Walo Bertschinger AG mehrere Arbeitsschritte nötig. «Zuerst wurden die benötigten Maschinen sowie das Material wie beispielsweise das Gummigranulat nach Henau transportiert. Ab jetzt wird Schritt für Schritt der neue Kunstrasen verlegt.» Auf den Teer komme nun im Verlauf dieser Woche eine Elastik-Schicht, erklärt Frassetto. Diese Schicht wird aus Gummigranulat und einem Bindemittel gemischt. Sie dient später als weiche und dämpfende Unterlage für den Rasenteppich.

«In der kommenden Woche werden wir den Rasenteppich lose auf diese Elastik-Schicht legen. Der Teppich wird also nicht angeklebt», sagt der Projektleiter. Speziell sind dabei die Markierungen der Linien des Fussballfeldes. Frassetto: «Diese werden teilweise schon ab Werk farbig geliefert. Zusätzlich müssen vor Ort grüne Rasenstücke ausgeschnitten und durch farbige oder weisse ersetzt werden.»

Schutz vor der Witterung

In zwei Wochen folge dann die Verfüllung, sagt Frassetto. «Zuerst wird Quarzsand eingefüllt, danach Gummigranulat im Rasen verteilt.» Im Gegensatz zum Granulat des alten Rasens habe das neue eine längere Lebensdauer. «Die Zusammensetzung des Granulats wurde in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. So hat das neue Gummigranulat nun einen UV-Schutz, welcher vor Witterungseinflüssen schützt.»

Bis Ende Mai soll der neue Kunstrasen fertiggestellt sein. Der Projektleiter räumt jedoch ein: «Bei einigen Arbeitsschritten muss es trocken sein. Beispielsweise bei der Verfüllung des Gummigranulats.»

Nötig wurde die Sanierung des Kunstrasens aufgrund des mangelhaften Gummigranulats, das eigentlich 15 bis 20 Jahre hätte halten sollen. Das Granulat war nicht mehr witterungsbeständig und verklumpte. Der Platz wurde zusehends unbespielbar, und die Unfallgefahr stieg. Deswegen hatte der Uzwiler Gemeinderat Ende 2014 entschieden, den Kunstrasenplatz für 580 000 Franken zu sanieren.

In diesem Behälter wird das Gummigranulat mit dem Bindemittel vermischt.

In diesem Behälter wird das Gummigranulat mit dem Bindemittel vermischt.

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