Neuer Kommandant an der Spitze

UZWIL. Seit dem Abgang von Peter Huber vor einem halben Jahr leitet Mirco Miotto (38) als interimistischer Kommandant die Uzwiler Feuerwehr. Nun hat der Gemeinderat den Interimskommandanten zum neuen Kommandanten gewählt.

Christoph Hunziker
Drucken
Teilen
Die Arme verschränkt und selbstsicher: Mirco Miotto ist der neue Uzwiler Feuerwehrkommandant. (Bild: Christoph Hunziker)

Die Arme verschränkt und selbstsicher: Mirco Miotto ist der neue Uzwiler Feuerwehrkommandant. (Bild: Christoph Hunziker)

Mit schweren Stiefeln und rot-gelbem Schutzanzug steht er im Niederuzwiler Feuerwehrdepot vor dem ersten Kleiderspind. Die Arme verschränkt, schaut er selbstsicher und bestimmt in die Kamera. Seit fünf Tagen ist Mirco Miotto die erste Ansprechperson, wenn es in Uzwil irgendwo brennt oder irgendwo für Sicherheit gesorgt werden muss. Der 38-Jährige ist der neue Kommandant der Feuerwehr Uzwil. Seit Januar führte er das Kommando ad interim. Im Juni hat der Gemeinderat seine Wahl bekanntgegeben und ihn am vergangenen Freitag zum Major befördert. Damit ist er nicht nur oberster Chef der Ortsfeuerwehr, sondern leistet auch mit seinen 80 Männern und Frauen im Stützpunktgebiet der Feuerwehr Einsätze, wenn Hilfe angefordert wird. «Der stellvertretende Kommandant Toni Ruggli steht mir dabei tatkräftig zur Seite.»

Ein langer Weg

Miotto löst den seit Januar 2013 amtierenden Kommandanten Peter Huber ab. Sein berufliches Engagement sei mit dem Amt nicht weiter vereinbar gewesen, begründet Huber, der dieses Nebenamt nur während eines Jahres innehatte, seine Demission. Er verbleibe aber als Offizier in der Feuerwehr, erklärte er im Februar gegenüber unserer Zeitung.

«Um Kommandant zu werden, müssen viele Stufen durchlaufen und unzählige Kurse und Weiterbildungen besucht werden», sagt Miotto. Seit neun Jahren ist der gebürtige Kirchberger bei der Uzwiler Feuerwehr aktiv. Zuvor war er drei Jahre bei der Feuerwehr in Wil tätig. «Mit 24 Jahren entschied ich mich, zur Feuerwehr zu gehen. Ich war von Anfang an begeistert.» Zuletzt amtete er seit 2013 im Range eines Hauptmannes als Ausbildungsverantwortlicher und Vizekommandant. Der Feuerwehrkommandant habe eine aufwendige Funktion auszuüben: Er muss Einsätze leiten und eine grosse Verantwortung übernehmen.

Eine 20-Prozent-Stelle

Es sei das erste Mal, dass die Gemeinde einen Kommandanten zu 20 Prozent anstelle. Mirco Miotto wird von der Bühler AG, wo er in der Automation tätig ist, an einem Tag pro Woche freigestellt und arbeitet dann im Feuerwehrdepot. «Dann erledige ich administrative Arbeiten wie die Budgetplanung und führe Materialprüfungen durch. Auch die grosse E-Mail-Flut muss aufgearbeitet werden», erklärt der 38-Jährige.

Kommandieren und delegieren

Für Mirco Miotto, der bisher in seiner Funktion als Zugführer und kantonaler Instruktor schon einige Stunden pro Woche in die Feuerwehr investiert hat, intensiviert sich nun die Arbeit für die Feuerwehr mit Koordinieren und Delegieren. «Sicherheit bei allen Einsätzen ist das oberste Gebot», erklärt er. Damit alle Aufträge der Feuerwehr reibungslos ausgeführt werden können, müsse man sich auf die Kolleginnen und Kollegen verlassen können. «Bei den Einsätzen der Feuerwehr ist Teamarbeit gefragt.»

Aktuelle Nachrichten