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Neuer Jugendförderverein in Degersheim will eine Soccerbox für das ganze Dorf

Ein neu gegründeter Verein hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Projekte
für die Jugend zu fördern. Das erste Projekt: eine Soccerbox auf dem Sportplatz Mühlefeld.
Tobias Söldi
Der Vorstand des Jugendfördervereins Degersheim: Werner und Cornelia Rudolf (vorne) und Stefan Eller (krankheitshalber abwesend ist Cornel Bürkler). (Bild: Tobias Söldi)

Der Vorstand des Jugendfördervereins Degersheim: Werner und Cornelia Rudolf (vorne) und Stefan Eller (krankheitshalber abwesend ist Cornel Bürkler). (Bild: Tobias Söldi)

Die Fussballleidenschaft des eigenen Nachwuchs hat Werner und Cornelia Rudolf die Augen dafür geöffnet, was im Dorf fehlt: eine Soccerbox – ein von Netzen und Banden umgebenes, 260 Quadratmeter grosses Fussballfeld mit Kunstrasen, auf dem Kinder zu jeder Zeit Fussball spielen können – auch dann, wenn die Wiese zu nass und rutschig wäre zum Kicken. «Wir haben solche Boxen schon in Herisau, im Gründenmoos in St. Gallen und in Winterthur gesehen und fanden: Das ist eine coole Sache!», erzählt Cornelia Rudolf.

Im Gespräch mit Freunden und anderen Elternpaaren hat sich bald gezeigt: Die Idee eines solchen «Fussballkastens» stösst auf Interesse. Und als die Rudolfs vergangenen Frühling von einer
Initiative aus Urnäsch Wind bekommen haben, die einen Pumptrack – einen Rundkurs für Mountainbiker – ins Dorf bringen will, wurde aus der Idee von der Soccerbox ein konkretes Projekt. Dafür gründeten sie zusammen mit den beiden Degersheimern Stefan Eller und Cornel Bürkler einen Jugendförderverein, der sich die Umsetzung einer Soccerbox als erstes Ziel gesetzt hat.

Keine Gemeindegelder für die Soccerbox

Die ersten öffentlichen Auftritte hat der Verein bereits hinter sich, etwa am Adventsturnier des FC Degersheim-Neckertal im Dezember. «Da zeigten sich sogar Leute aus anderen Gemeinden interessiert», sagt Rudolf, die als Präsidentin amtet. Der Vorstand ist darum überzeugt: Eine Soccerbox im Dorf würde gut genutzt werden. Dabei soll das Fussballfeld allen Kindern offenstehen, die gerne Fussball spielen. «Auch solchen, die nicht im Fussballverein sind», betont Rudolf.

Doch bevor die ersten Bälle rollen, gibt es noch einiges zu tun. Eine Soccerbox kostet – inklusive Transport und Aufbau – gegen 45000 Franken. «Wir wollen die Box ohne Gemeindegelder finanzieren, allein durch private Gönner und Sponsoren oder Firmen», sagt Rudolf. Bis jetzt hat der Jugendförderverein Zusagen in der Höhe von 4000 Franken erhalten. Gönner können sich am Projekt beteiligen, indem sie einen Quadratmeter der Soccerbox kaufen, wofür sie – sofern gewünscht – auf einer Sponsorentafel erwähnt werden. Für Firmen kostet ein solches Stück der Box 200 Franken, Private zahlen 170 Franken. «Der nächste Schritt ist nun, konkrete Anfragen zu verschicken», sagt Rudolf.

Gemeinde steht dem Projekt positiv gegenüber

Als Standort für die Soccerbox ist der Sportplatz Mühlefeld vorgesehen. Die Gemeinde Degersheim stellt dem Verein die zurzeit leer stehende Fläche zur Verfügung. Vorausgesetzt, das Projekt kommt denn auch zu Stande: Zum einen muss die Frage der Finanzierung geklärt sein, daneben ist für den Aufbau der Soccerbox eine Baubewilligung nötig, und mit der Gemeinde müssen Vereinbarungen zum Unterhalt getroffen werden. «Wir haben aber bereits Gespräche mit der Gemeinde geführt, und sie steht dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber», sagt Rudolf. Wenn alles nach Plan verläuft, soll schon im Herbst dieses Jahres der erste Fussball durch die Soccerbox rollen.

Anlaufstelle für Jugendprojekte

Das Projekt Soccerbox ist erst der Anfang des Jugendfördervereins Degersheim. Er soll, so die Idee des Vorstandes, zu einer Anlaufstelle werden, welche die Beschaffung von finanziellen Mitteln für Jugendprojekte aller Art unterstützt. Das müssen dabei nicht zwingend Projekte von Sportvereinen sein: «Wenn beispielsweise der Jugendclub Hilfe braucht bei der Finanzierung eines neuen Billardtisches, wäre das auch eine Aufgabe für den Verein», sagt Vorstandsmitglied Stefan Eller.

Man stellt sich vor, projektmässig zum Einsatz zu kommen.
Aber vorerst steht die Soccerbox im Fokus des Vereins: «Wir wollen zuerst einmal schauen, wie sich dieses Projekt entwickelt und wie es ankommt», sagt Eller. «Dann schauen wir weiter.»

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