Neuer Altar ist ein Blickfang

Bischof Markus Büchel weihte am Sonntag in einer feierlichen Zeremonie in der Kirche Lenggenwil den neuen Altar, den neuen Taufort sowie den neuen Opferkerzenständer ein – ein Werk des Künstlers Josef Ammann aus Gordola.

Zita Meienhofer
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LENGGENWIIL. Schlicht steht er im Chorraum der Lenggenwiler St. Mauritius-Kirche, der neue Altar. Glänzende Edelstahlfüsse tragen seinen rechteckigen Körper der aus weissem Eisenblech ist. Auf der für die Kirchgänger sichtbare Seite befindet sich das Bild mit dem Titel «Auferstehung», das aus Email hergestellt wurde. Aus dem gleichen Material ist der Taufort hergestellt worden. Seine Form ist dreieckig und auch am Körper des Taufbeckens befindet sich ein Bild. Darauf ist eine weisse Taube, die die Taufe symbolisieren soll.

Der Taufort steht unter der Kanzel und bei einer Taufe vor dem Altar. Neu ist ebenfalls der Opferkerzenständer beim Seiteneingang. Der Chorraum wirkt nun mit den neuen Elementen grösser, offener, leichter. Das sei es auch, was er schaffen wollte, einen offenen, leicht wirkenden Chorraum, erklärt der Künstler Josef Ammann aus Gordola – der bis vor zehn Jahren in Gähwil gewohnt hatte.

Altar – eine Verbindung zu Gott

Für die Pfarrei Lenggenwil war am Sonntag ein Freuden- und Festtag. Sie konnte nicht nur das Patrozinium ihres Kirchenpatrons und Erntedank feiern sondern auch Bischof Markus Büchel begrüssen, der erstmals in Lenggenwil war, und die Einweihung des Altars und die Segnung des Tauforts vornahm. In seiner Predigt fragte der Bischof dann auch, ob es noch zeitgemäss sei, einen neuen Altar zu weihen nachdem der Hunger nach Gottesdienst nicht mehr überall spürbar sei.

Er bejahte diese Frage und begründete, dass der Altar nicht einfach ein Möbel sei sondern als zentrale Stelle in der Kirche eine Verbindung zu Gott darstelle und deshalb nicht wegzudenken sei. Die Einweihungszeremonie wurde zu einem ergreifenden längeren Akt, der durch den Kirchenchor Lenggenwil unter der Leitung von Bernhard Zingg, dem Organisten Werner Baumgartner sowie einer Bläsergruppe der Musig Lenggenwil umrahmt wurde.

Nach der Allerheiligenliturgie setzte Bischof Markus Büchel eine Dose mit Reliquien von Heiligen in der Altarplatte ein, die später vom Künstler Josef Ammann verschlossen wurde. Mit Weihwasser und Chrisam weihte und salbte der Bischof den neuen Altar ein und letztlich folgte das Verbrennen von Weihrauch, das etwas mystisch anmutete, und den Einweihungsakt beendete.

Freude am Ergebnis

Ein Freudentag war es auch für Künstler Josef Ammann. «Das Ergebnis ist sehr gut, ich habe grosse Freude am neuen Altar», sagte der Künstler. Als grösste Herausforderung bezeichnet er die Tatsache, die Wünsche des Auftraggebers so zu realisieren, dass er auch habe dahinter stehen können.

In Festlaune waren auch Pfarrer Reto Oberholzer und Pastoralassistent Primo Grelli sowie Karl Hinder, Präsident des Kirchenverwaltungsrates.

Hinder sprach von einem grossen Freudentag, da nun die Arbeit um die Neugestaltung des Altars beendet ist. Noch offen ist die Frage, was mit dem Vorgänger passiert. Wie er bereits an der Kirchbürgerversammlung versprochen habe, werde der alte Altar nicht einfach eliminiert. Zurzeit sei er eingelagert und Josef Ammann habe den Auftrag, sich Gedanken zu machen, wie er in Lenggenwil weiterhin seine Dienste leisten könne.

Über den alten Altar machten sich die Anwesenden am Apéro keine Gedanken. Viel mehr freuten sie sich über das gelungene Werk sowie über den Austausch mit Bischof Markus Büchel, der es sich nicht nehmen liess, sich mit den Lenggenwilern zu unterhalten.