Neue Wohnform gefällt

FLAWIL. «Jeder Mensch wird auf eine andere Weise alt. Es ist hierbei weniger wichtig, wie alt man wird, als wie man alt wird», so erklärte Urs Huber, Präsident der Stiftung Wohn- und Pflegeheim Flawil, die Vision des Projekts «Neues Wohnen in der Alten Post».

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FLAWIL. «Jeder Mensch wird auf eine andere Weise alt. Es ist hierbei weniger wichtig, wie alt man wird, als wie man alt wird», so erklärte Urs Huber, Präsident der Stiftung Wohn- und Pflegeheim Flawil, die Vision des Projekts «Neues Wohnen in der Alten Post». Das Gebäude des einstigen Hotels Alte Post – beim Bahnhof – soll einem mehrstöckigen Neubau weichen, in dem in den oberen Etagen 21 2,5-Zimmer- und neun 3,5-Zimmer-Mietwohnungen zur Verfügung stehen werden.

Im Erdgeschoss werden ein Restaurant sowie die Spitex und Dienstleistungsbereiche beheimatet sein. Ziel der Initianten, die Stiftung Wohn- und Pflegeheim Flawil sowie die Spitex Flawil, ist es, im Zentrum des Dorfes Wohnraum zu schaffen, der der Individualität jedes Bewohners Rechnung tragen kann, da die eigenen Kräfte und Ressourcen genutzt werden können, die nachbarschaftliche Unterstützung gefördert wird, aber auch Service- und Pflegeleistungen nach Bedarf bezogen werden können. Dies ist dank des Dreistufenmodells möglich, mit dem Mietvertrag, dem Serviceleistungsvertrag (temporärer oder unbefristeter Betreuungsbedarf) und dem Pensions- und Pflegevertrag (stationäre Pflege). Die Bewohner der 30 Wohnungen setzen sich durch je einen Drittel dieser Wohnformen zusammen.

Urs Huber stellte klar, dass diese neue Wohnform keine Vorstufe, sondern eine Alternative zum Leben in einem Wohn- und Pflegeheim sei. Im Gebäude wird neu auch die Spitex Flawil beheimatet sein. Zudem konnte der Verein Dreischiibe Herisau/St. Gallen für das Projekt gewonnen werden. Er übernimmt bei Bedarf verschiedene Dienstleistungen (Restaurant, Wäscherei, Einkäufe/Transporte, Büroarbeiten). Huber hofft, dass die Baueingabe Ende des Jahres erfolgen kann. Baubeginn wäre ein Jahr später und der Bezug im Frühjahr 2019. Wie hoch die Miete der Wohnungen sein wird, kann er noch nicht sagen. Das Projekt scheint auf Interesse zu stossen. Für die 30 Wohnungen haben sich, gemäss Huber, bereits 100 Interessenten gemeldet. (zi)