Neue Saison – neues Projekt

Um den Skilift Oberwangen nicht nur für Wintersportler attraktiv zu machen, stellt der Betrieb nun ein neues Projekt vor. Mit der Erbauung eines Winterwanderwegs will man den Besuchern ein Alternativprogramm zum Skifahren bieten.

Belinda Halter
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oberwangen. Kurz vor der Generalversammlung der Genossenschaft Skilift Oberwangen informierte der Präsident über den Jahresabschluss und ein anstehendes Projekt des Betriebes.

Beim neuen Projekt handelt es sich um einen Winterwanderweg, der in der Region um den Skilift erbaut werden soll. «Die einstündige Rundwanderung startet bei der Talstation und führt durch eine idyllische Landschaft in die tiefsten Berge», erklärt der Präsident Harald Wagner.

Doch der Skiliftbetrieb will seinen Gästen nicht nur die Natur zeigen, sondern möchte ihnen ein Zusatzangebot bieten. Für Leute, die nicht Ski fahren, soll damit ein neues Freizeitangebot geschaffen werden. Ausserdem bietet es Eltern, die ihre Kinder in die Skischule bringen, neue Beschäftigungsmöglichkeiten.

Erster Schnee als Startschuss

«Über einen Wanderweg hat man im Verein schon länger diskutiert. Im Sommer wurde das Projekt dann aufgegleist», berichtet Wagner.

Der Weg soll, sobald die ersten Schneeflocken fallen, sprich die Skisaison beginnt, fertiggestellt sein. Am 13. November wird man mit Einrichten beginnen. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Fischingen. Die Skilift-Genossenschaft wird sich um die Erbauung des Weges kümmern, und der Verkehrsverein wird für die Signalisierung zuständig sein.

Für die Genossenschaft bringt das jedoch keine Mehrkosten mit sich, denn es werden weder zusätzliche Geräte noch Personal gebraucht. Auf bereits vorhandenen Wanderwegen wird der Schnee mit dem eignen «Schneetöff» so präpariert, dass sie auch im Winter begehbar sind.

Mit dem neuen Angebot wolle man natürlich auch die eigene Wirtschaft fördern und eine grössere Zahl an Gästen verzeichnen, sagt Wagner.

Denn im Vergleich zur Saison 2008/09 zeigt die Jahresrechnung einen Besucherrückgang sowie weniger Betriebstage. Der Skilift hatte 1145 Besucher weniger und lediglich 53 anstatt 76 Betriebstage. Trotz dieser Einbussen wurde in der vergangenen Saison bei Billetteinnahmen von rund 85 700 Franken ein Gewinn von 19 300 Franken registriert. Damit konnte sich der Betrieb über eine Erhöhung von 6800 Franken im Vergleich zur letzten Saison freuen. «Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis.

Dieses war nur durch die Unterstützung von den freiwilligen Helfern und Sponsoren möglich», so Wagner.

«Anschaffung hat sich gelohnt»

Auch die letztjährige Anschaffung eines neuen Pistenfahrzeugs habe sich in jedem Fall gelohnt. Die Qualität der Piste sei dadurch stark verbessert worden. Viele der Wintersportler, welche die Piste hinuntersausten, hätten die neue Bearbeitung bemerkt. Die Investition sei ein riesiger Schritt für den Skilift Oberwangen, meint Harald Wagner.

Es wird sich zeigen, ob der neue Wanderweg mehr Besucher in das kleine Wintersportgebiet locken kann. Die Genossenschafter werden sich an der Generalversammlung vom nächsten Samstag, 6. November, mit diesem winterlichen Thema beschäftigen.

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