Neue Pfarreiräte und Festmusik

NIEDERUZWIL. Der Christkönigssonntag ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Die Pfarrei Niederuzwil feierte dies mit einer Orchestermesse und wählte die Pfarreiräte.

Cecilia Hess-Lombriser
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Der neue Pfarreirat: Cornel Thaler, Paul Lehmann, Präsident, Elisabeth Benz. Hinten von links: Maria Steiger und Susanne Kielholz. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Der neue Pfarreirat: Cornel Thaler, Paul Lehmann, Präsident, Elisabeth Benz. Hinten von links: Maria Steiger und Susanne Kielholz. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Die Pfarrei Niederuzwil hat einen neu zusammengesetzten Pfarreirat. Therese Wirth und Ruedi Müller waren nach zwölf Jahren zurückgetreten. Wegen der Amtszeitbeschränkung erfolgte ein Wechsel. «Die beiden haben den Pfarreirat mitgeprägt und waren stille Schaffer im Hintergrund, sagte Präsident Paul Lehmann. Gewählt wurden neu Maria Steiger und Susanne Kielholz. Wiedergewählt wurden Elisabeth Benz, Cornel Thaler und Paul Lehmann. Von Amtes wegen gehören dem Pfarreirat an: Klaus Gremminger als Seelsorger, Patricia Osterwalder als Vertreterin des Kirchenverwaltungsrates und Mesmer Radislav Piljic.

«Das Fest Christkönig ist der Schlussakkord im Kirchenjahr», stellte der Niederuzwiler Pfarreileiter Klaus Gremminger zu Beginn des vorgängigen Sonntagsgottesdienstes fest. «Danach beginnen mit dem Advent wieder leise Töne.» Zum Schlussakkord trug vor allem der Kirchenchor unter der Leitung von Renate Schmid bei. Er sang die «Missa Sti. Raphaelis» von Johann Michael Haydn. Es spielte das Orchester Rondino, an der Orgel begleitete Polina Lubchanskaya.

Strahlende Musik

«Der Christkönig ist strahlend und umjubelt, auch jener mit der Dornenkrone und am Kreuz», machte der Seelsorger bewusst. «Einer, der gescheitert ist», wie er später in der Predigt sagte. Das Jubilierende stand jedoch mit der Musik im Vordergrund. Der Kirchenchor und vier Solisten sangen die festliche Messe, die sich zu auffallend vielen hohen Tönen hinaufschwingt und melodiös klingt. Johann Michael Haydn ist weit weniger bekannt als sein Bruder Joseph. Das mag darin liegen, dass seine Werke zu Lebzeiten nicht verlegt, sondern lediglich in handschriftlichen Kopien hauptsächlich von Kloster zu Kloster verbreitet wurden.

Würde erhalten

«Christus ist am Ende abgeführt und angeklagt worden; verraten von seinen Mitarbeitern und Freunden. Er ist am Tiefpunkt seines Lebens angekommen», stieg Klaus Gremminger in seine Predigt ein. «Seht den Menschen», hat Pilatus gesagt. Dies sei eine Einladung, auf diesen Jesus zu schauen und gleichzeitig auf jene, die abgelehnt, verurteilt oder missbraucht worden sind. Jesus habe in diesem Tiefpunkt bestätigt: «Ja, ich bin ein König.» Er habe seine königliche Würde bis zuletzt behalten, und das gelte für jeden Menschen in jeder Situation. «Der Christus vor dem Richterstuhl ist ein Mutmacher.» So ermutigte auch der Prediger, sich seine eigene Würde zu erhalten, wenn man kleingemacht werde.