Neue Kontakte geknüpft

Die FG Degersheim lud Frauen aller Nationalitäten, die in Degersheim leben, zu einer kulinarischen Weltreise ein. Ihr «Café International» fand grossen Anklang.

Beatrice Oesch
Drucken
Teilen
Fröhliche Frauen und ein Baby posieren für ein gemeinsames Schlussbild im «Café International». (Bild: bo.)

Fröhliche Frauen und ein Baby posieren für ein gemeinsames Schlussbild im «Café International». (Bild: bo.)

DEGERSHEIM. Die Frauengemeinschaft Degersheim lud am Freitagabend Frauen aller Nationalitäten zu einem Treffen ins katholische Pfarreiheim ein. Der Einladung zu diesem «Café International» folgten rund 40 Frauen aus 14 Nationen wie Eritrea, Dänemark und Frankreich. Viele präsentierten ihr Land mit süssen oder pikanten Leckerbissen. Waren am Anfang einige noch etwas scheu und zurückhaltend, kam schon bald eine lockere Stimmung auf. Vroni Krämer, katholische Seelsorgerin und Präses der FG Degersheim, sorgte mit ihrer herzlichen und humorvollen Begrüssung für Gelächter, und nun war das Eis endgültig gebrochen. Die Frauen plauderten miteinander, konnten neue Kontakte knüpfen. Spielkarten sorgten für zusätzlichen Gesprächsstoff: Mit ihnen wurden per Zufallsprinzip Gruppen zusammengestellt, die sich dann angeregt unterhielten.

Bowle und Tortilla

Das Buffet war nicht nur für den Gaumen ein Genuss, sondern auch optisch sehr schön gestaltet. Viele Gerichte waren dekoriert und mit Landesfähnchen versehen, und wurden ergänzt durch Bildbände oder Rezepte. Es lockten verschiedene Bowlen, Desserts aus Norwegen und Dänemark, Speisen aus den Karpaten, Serbien, Kroatien. Es gab eine spanische Tortilla, Teigtaschen aus Argentinien, einen marinierten Fischsalat aus Tahiti und viele weitere Schlemmereien aus aller Herren Länder. Nur eine der Anwesenden bediente sich nicht am Buffet – die kleine Ronja, gerade 14 Tage alt, und damit die jüngste im Saal. Angeregt zu diesem Anlass wurden die FG-Frauen durch das Motto «Frauenbande» des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes. «Wir haben uns überlegt, wie wir eine Möglichkeit der Begegnung und des Austauschs für ausländische Frauen bei uns schaffen könnten», erzählte Bettina Weishaupt. «Uns war rasch klar, dass wir sie direkt ansprechen mussten, um sie zu erreichen.»

Eine Heimat haben

Die FG-Vorstandsmitglieder luden persönlich alle ausländischen Frauen ein, die sie kannten. Der Aufwand habe sich gelohnt, wenn man jetzt die fröhlichen Gesichter sehe, sagte Bettina Weishaupt. «Wenn diese Frauen sich wieder begegnen, dann kennen sie einander. Und das gibt ihnen das Gefühl, dazuzugehören, hier eine Heimat zu haben.»