Neue Convertibles für Schüler - neue Rechtsform für Musikschule

Die Oberstufenschulgemeinde Oberbüren-Niederbüren-Niederwil will sich bewegen. Wohin, wird in der Vision «OZ Thurzelg 2025» aufgezeigt. Im ICT-Bereich wird die Kooperation mit den Primarschulgemeinden Oberbüren-Sonnental und Niederbüren gesucht.

Andrea Häusler
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Auch dieses Jahr stimmten Jugendliche der Musikschule Thurland auf die Versammlungen ein. (Bilder: Andrea Häusler)

Auch dieses Jahr stimmten Jugendliche der Musikschule Thurland auf die Versammlungen ein. (Bilder: Andrea Häusler)

300 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Musikschule Thurland und lassen sich von 19 Lehrpersonen in 20 Fächern/Ensembles unterrichten. «Eine Erfolgsgeschichte», wie Marco Frauchiger, Präsident der Oberstufenschulgemeinde Oberbüren-Niederbüren-Niederwil an der Bürgerversammlung betonte. Dennoch bestehe Anpassungsbedarf. Allerdings nicht im strukturellen, sondern im rechtlichen Bereich. Die Musikschule, welcher nebst der Oberstufenschulgemeinde die Primarschulgemeinden Oberbüren-Sonnental und Niederbüren angeschlossen sind, fehle seit deren Gründung im Jahr 2006 eine explizite Rechtsform. Ein Mangel, den die Revisionsstelle des Amtes für Gemeinden wiederholt kritisierthabe. Der Antrag, die Musikschule als öffentlich-rechtliche Institution in einen Zweckverband zu überführen, fand diskussionslos Zustimmung.

Schule ohne Hausaufgaben?

Das Oberstufenzentrum Thurzelg sieht sich als moderne Bildungsinstitution und will dies bleiben. Wie die Schule auf die rasanten Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft reagieren will, wurde im vergangenen Jahr in Workshops und Umfragen eruiert. Entstanden ist die «Vision Thurzelg 2025», eine Strategieplanung mit fundamentalen Auswirkungen auf die Unterrichtsformen. Eines der Ziele sei die Anpassung der Lernorganisation an die Lerninhalte. Sprich: das Aufweichen der klassischen Settings, sagte Marco Frauchiger am Montag. Neu sollen die Bildungsdienstleistungen spezifischer auf die individuellen Lernbedürfnisse der Schüler ausgerichtet werden und, mit sinnhaften Inhalten, Freude am Lernen vermitteln. Ohne Hausaufgaben? Marco Frauchiger bejaht. Hausaufgaben sollen durch betreute Überstunden, «intelligentes Lernen unter Aufsicht» ersetzt werden.

Mit einem abgestimmten Konzept zusammenarbeiten wollen die Ober- und Primarschulstufen im Bereich der Informatik. Laut Frauchiger sind verschiedene Varianten in Prüfung.

Marco Frauchiger, Präsident der Oberstufenschulgemeinde, leitete die Versammlung.

Marco Frauchiger, Präsident der Oberstufenschulgemeinde, leitete die Versammlung.

Für die 75 Stimmberechtigten galt es letztlich die Rechnung 2018 zu genehmigen, welche um 201101 Franken besser abschliesst als budgetiert. Für 2019 wurde ein Finanzbedarf von 5429000 Franken angemeldet, 29000 Franken weniger als im Vorjahr.

Spiel- und Pausenplatz Brühlacker wird angegangen

Digitalisierung ist auch auf der Stufe Primarschule ein grosses Thema. Wie Schulratspräsident Martin Frischknecht an der Bürgerversammlung der Primarschulgemeinde ausführte, seien für die Fünft- und Sechstklässlern eigene Convertibles (als Tablett-Computer nutzbare Laptops) angeschafft worden. Von den bisherigen Informatiklehrmitteln profitierten nun die unteren Klassen. Ausserdem stehe man vor dem Wechsel zu Office 365. Projekte, die – wie der pädagogische Support – in allen Schulen (inklusive Niederbüren) umgesetzt würden.

Baulich steht die Erweiterung des Spiel- und Pausenplatzes Brühlacker im Fokus. «Dieses Jahr startet die Projektgruppe», sagte Frischknecht. Die 50 Stimmberechtigten genehmigten schliesslich die Rechnung 2018, die um 22184 Franken besser abschliesst als veranschlagt. Das Budget 2019 rechnet mit einem Finanzbedarf von 4320000 Franken – einem Plus von 118000 Franken gegenüber dem Vorjahresbudget.