Neue Besen kehren gut?

Zu den Facebook-Eskapaden von Sarah Bösch

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LESERBRIEF

Gedanken wie «nicht integer», «frech» oder «unüberlegt» fallen mir ein, wenn ich die Schlagzeilen und Berichte über Sarah Bösch, Wiler Stadtparlamentarierin der SVP, lese. Ich bediene mich bewusst nicht der sozialen Medien, um mit Sarah Bösch zu kommunizieren. Aber ich bin ja schliesslich 20 Jahre älter als sie. Eigentlich müsste ich ihr gratulieren, sie hat sich innerhalb von kurzer Zeit in nationalen und lokalen Medien mit ihren Taten und Foto auf die Titelseiten manövriert. Schade daran ist nur, dass es nicht positive Nachrichten sind, sondern Informationen, die ihr selbst, unserem Parlament und dem Ansehen unserer Stadt nur schaden.

Mit ihren über dreissig Lebensjahren, als alleinerziehende Mutter und im Berufsleben stehende Frau erwarte ich, dass Sarah Bösch etwas mehr Sensibilität und Reife an den Tag legt. In diesem Alter sollten nicht mehr ungefilterte Emotionen, welche die qualifizierte Arbeit unserer Polizei denunzieren, über Facebook verbreitet werden. Dazu kommt, dass Sarah Bösch als ambitionierte Politikerin dem Image der SVP guttun will. Über diesen Punkt kann die SVP selber urteilen, insbesondere die Fraktionsmitglieder der SVP Wil. Nun, ohne Führerschein, hat Sarah Bösch ja Zeit, die Bewohner und die schöne Wiler Gegend mit ihrer Tochter kennenzulernen, damit sie sich zuerst überhaupt einmal einlebt, bevor sie unüberlegte Statements postet.

Doris Rüegg Malgaroli

Neulandenstrasse 23, 9500 Wil