NEUBAU: Nun braucht es Ideen der Planer

Der Jonschwiler Gemeinderat beantragt für ein neues Schulhaus und eine Mehrzweckhalle in Schwarzenbach an der Bürgerversammlung von Ende März einen Projektierungskredit.

Urs Bänziger
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Nina Stadler und Simona Waltert. (Bild: PD)

Nina Stadler und Simona Waltert. (Bild: PD)

Seit Jahren wird in der Gemeinde Jonschwil über ein neues Schulhaus und ein neues Mehrzweckgebäude diskutiert. Entschieden ist noch nichts, aber der geplante Neubau nimmt jetzt Konturen an. Denn an der Bürgerversammlung vom 30. März 2017 wird den Stimmberechtigten der Gemeinden ein Projektierungskredit von 380000 Franken vorgelegt. Mit dem Geld sollen mehrere Varianten und ein Vorprojekt mit einer Kostengenauigkeit von plus/minus 15 Prozent ausgearbeitet werden. Den Auftrag für das Vorprojekt soll ein Generalplaner-Team erhalten. Die öffentliche Ausschreibung durch die Gemeinde ist in dieser Woche erfolgt. Gemeindepräsident Stefan Frei ist zuversichtlich, dass sich viele Fachleute melden und ein kompetentes Team für das Bauvorhaben ausgewählt werden kann.

Investitionen von 16 Millionen Franken

Ein für Schwarzenbach und die ganze Gemeinde bedeutendes Projekt, wird doch in der Finanzplanung von Investitionen in der Höhe von 16 Millionen Franken ausgegangen. Mit dem Neubau möchte die Gemeinde den Raumbedarf der Schule und der Vereine langfristig abdecken. Die Aufgabenstellung umfasst die Projektierung eines zeitgemässen Schulhauses mit den notwendigen Räumen für zehn Regelklassen. Dabei soll die Gebäudestruktur flexibel sein, damit auch zukünftige Schul- und Unterrichtsmodelle ohne Veränderung der Gebäudehauptstruktur angewendet werden können. Im Mehrzweckgebäude soll den Vereinen eine Bühne zur Verfügung stehen. Den Planern steht offen, ob sie Schulhaus und Mehrzweckhalle als eines oder zwei Gebäuden erstellen wollen. Integriert werden muss jedoch ein überdachter Pausenhof. Eine weitere Auflage ist, dass während der Bauphase keine Provisorien erforderlich sind und der Schulbetrieb in bestehenden Räumen uneingeschränkt möglich ist.

Urnenabstimmung im Juni 2018

Bis im April 2017 haben die Planer Zeit, ihre Vorstudien einzureichen. Bewertet werden sie durch ein Gremium, dem neben Stefan Frei die beiden Gemeinderäte René Bruderer und Klaus Broger sowie Schulratspräsident Köbi Zimmermann und Bauverwalter Felix Ambühler angehören. Das Gremium wird ergänzt durch zwei externe Berater.

Stefan Frei geht davon aus, dass der Gemeinderat im Mai nächsten Jahres über die Ar­beitsvergabe entscheiden kann. Danach ist die Bevölkerung aufgerufen, Vorschläge und Anregungen einzubringen. Den definitiven Entscheid über den Neubau sollen die Stimmberechtigten im Juni 2018 fällen, wenn sie an der Urne über den Baukredit abstimmen werden. Verlaufen Projektierung und Detailplanung ohne Verzögerungen, könne der Baubeginn Anfang 2019 in Betracht gezogen werden, sagt der Gemeindepräsident.

Urs Bänziger

urs.baenziger@wilerzeitung.ch

Die Linde an der Magdenauerstrasse stellt für die Gemeinde Flawil und für den zuständigen Revierförster Roman Gschwend ein Sicherheitsrisiko dar. (Bild: Cédric Schneider)

Die Linde an der Magdenauerstrasse stellt für die Gemeinde Flawil und für den zuständigen Revierförster Roman Gschwend ein Sicherheitsrisiko dar. (Bild: Cédric Schneider)

Das 1970 erstellte Schulhaus und die Turnhalle Hofacker in Schwarzenbach sollen durch einen Neubau ersetzt werden. (Bild: Urs Bänziger)

Das 1970 erstellte Schulhaus und die Turnhalle Hofacker in Schwarzenbach sollen durch einen Neubau ersetzt werden. (Bild: Urs Bänziger)