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Die Tabelle der Wahrheit Ausgabe vom 5. März 2016 Erwin Kessler siegt gegen Radio Top Ausgabe vom 5. März 2016

Die Ablehnung des Klanghaus-Projekts durch den Kantonsrat hat viel Staub aufgewirbelt und zum Teil heftige Reaktionen ausgelöst. Wie oft bei solchen Vorkommnissen geht bei all den Emotionen der objektive Blick aufs Ganze verloren. Vorweg weise ich darauf hin, dass ich sowohl in der 1. Lesung der Klanghaus-Vorlage an der Dezembersession des Kantonsrats als auch bei der Schlussabstimmung am letzten Mittwoch Nein gestimmt habe. Nicht etwa, wie vielleicht einige andere Mitglieder des Kantonsrats, weil ich dem Toggenburg ein Klanghaus nicht gönnen mag; ganz im Gegenteil. Ebenso wenig aus rein finanziellen Gründen, sondern weil ich mit dem Konzept des Klanghauses, so wie es dem Kantonsrat vorgelegen hat, nicht einverstanden war. Es macht durchaus Sinn, den bereits bestehenden Klangweg im Toggenburg mit einem Klanghaus zu ergänzen. Aber es kann nicht sein, dass der Schwerpunkt auf Klangsymposien, Klangforschung und Klangexperimente gelegt wird, so wie es im Konzept beschrieben war. Auch nicht, dass spontane Besucherinnen und Besucher unerwünscht sind und diese nur im Eingangsbereich, wo ein Kiosk geplant war, geduldet werden. Die Abgehobenheit des ganzen Projekts zeigte sich auch darin, dass der verkehrstechnische Zugang zum Klanghaus sehr restriktiv gehandhabt werden sollte. Die heutigen Parkplätze in der Nähe des geplanten Standorts sollten alle aufgehoben werden. Ein öffentlicher Busbetrieb zum Klanghaus war ausdrücklich nicht vorgesehen, und spezielle Bustransporte zum Klanghaus wären nur für Kursteilnehmer möglich gewesen.

Es ist unbestritten, dass der Tourismus im Toggenburg qualitativ gefördert werden muss. Dafür ist die Klangwelt mit ihrem Klangweg und den öffentlichen Konzerten, Kursen und Referaten ausgezeichnet geeignet. Ein Klanghaus kann die Einzigartigkeit der Klangwelt noch verstärken, aber es muss ins Toggenburg passen und darf nicht ein elitärer Ort nur für ausgewählte Klangexperten werden, sondern muss für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Ich hoffe, die St. Galler Regierung sieht das nun auch so und wird dem Kantonsrat bald ein neues Konzept unterbreiten. Wenn dann auch noch die Frage der Finanzierung klarer geregelt ist, als das im jetzt abgelehnten Projekt der Fall war, dann wird wohl die Mehrheit des Kantonsrats einem solchen neuen Konzept ohne weiteres zustimmen.

Erwin Böhi

Thuraustrasse 8

9500 Wil

UBI-Entscheid falsch zitiert

Beim Bericht über die Gutheissung einer VgT-Beschwerde gegen Radio Top durch die UBI (eidg. Fachgericht für Radio und TV) wurde der Entscheid falsch zitiert. Die UBI habe geschrieben: «Zwar sei der Tuttwiler tatsächlich ein rechtswidrig verurteilter Rassist…» Das steht nicht in diesem Urteil. Mit klarer Begründung hat die UBI dargelegt, dass eine solche Qualifikation meiner Person als Rassist eben gerade sachlich nicht gerechtfertigt ist: «Hintergrund bildete dessen Kritik am Schächten, dem betäubungslosen Ausbluten von Tieren, welches aus religiösen Gründen namentlich von der jüdischen Gemeinschaft befürwortet wird. ln der Schweiz besteht seit der Annahme einer durch Tierschutzvereine lancierten Volksinitiative am 20. August 1893 ein Schächtverbot. Vor rund 20 Jahren gab es in der Schweiz Bestrebungen, das Verbot aufzuheben, da dieses mit der verfassungsrechtlich gewährleisteten Religionsfreiheit nicht vereinbar sei. ln diesem Zusammenhang standen die umstrittenen Äusserungen des VgT-Präsidenten Erwin Kessler.»

Erwin Kessler

Verein gegen Tierfabriken VgT Im Bühl 2, 9546 Tuttwil

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