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Neu im Schweizer Kader

Der in Niederbüren wohnhafte routinierte Springreiter Roland Grimm wurde für das kommende Jahr in das Schweizer Elitekader aufgenommen. Der Pferdesportler gewichtet diese Situation aber nicht zu stark.
Sabina Diethelm

Pferdesport. Diesen November wurde Urs Grünig Equipenchef der Schweizer Elitenspringreiter. Neu wird es anstatt ein A- und B-Kader nur noch ein Elitekader geben. Roland Grimm ist eines der 28 Kadermitglieder.

Im Schritt reiten

Eigentlich hat Roland Grimm von Haus aus gar nichts mit Pferden am Hut. Trotzdem haben sie ihn schon immer fasziniert. Als in seiner Kindheit ein Reitstall in der Nachbarschaft gebaut wurde, verbrachte er oft den ganzen Tag dort, um zu helfen. «Als Belohnung durfte ich dann eine Runde im Schritt reiten», erzählt er.

Schliesslich habe er dann die Gelegenheit bekommen, öfters zu reiten und arbeitete sich von da an immer weiter hoch, machte das Brevet und die Lizenz.

Nach der Schule absolvierte er eine Hufschmied-Lehre, um ein sicheres Einkommen zu haben. Nach einer Zusatzlehre als Bereiter arbeitete Grimm dann im Stall von Markus Fuchs, wo er entscheidende Erfahrungen sammelte.

Selbständig gemacht

Heute lebt Roland Grimm mit seiner Partnerin Patricia Sarasin, einer international bekannten Dressurreiterin, in Niederbüren. In der Gestmatt konnten sie den Stall von Sarasins Vater übernehmen und ausbauen. Dass sie sich selbständig gemacht haben und beide nicht mehr auf ihren Nebenberufen arbeiten, sei schon ein Risiko gewesen, sagt sie. In dem Pensionsstall stehen nun ihre neun Sportpferde, die sie alle selbst bewegen. In Westfalen haben sie ausserdem Zuchstuten, deren Fohlen sie selbst zureiten und auch verkaufen.

Auf die Frage, ob er auch noch andere Hobbies habe, antwortet Grimm sofort: «Nein. Die Pferde sind alles für uns. Wenn wir mal Ferien machen, dann gehen wir zwei bis drei Tage zu unseren Zuchtstuten nach Deutschland.»

Damit er ins Kader aufgenommen wurde, musste Roland Grimm klare Leistungskriterien erfüllen. Dazu gehören Grandprix- und S-Klassierungen sowie die Weltrangliste, auf der er momentan den 442. Rang belegt. Ganz neu ist die Situation für den routinierten Reiter aber nicht.

Er war schon einmal im Kader, 1999 war er gar der erfolgreichste Nationenpreisreiter. Zu seinen grössten Erfolgen zählen der zweite Rang hinter Markus Fuchs im Schweizer Cup 1999 sowie mehrere erfolgreiche Auslandstarts. Grimms zurzeit bestes Pferd ist der neunjährige Hannoveraner Wallach «Even to Heaven». Er hat ihn als Vierjährigen gekauft. «Als ich ihn gesehen habe, habe ich gedacht: Das ist er.» Zu diesem Pferd habe er einen besonders guten Draht. Mit ihm hat er in den letzten zwei Jahren eine fünfstellige Gewinnsumme eingefahren.

Keine grosse Umstellung

Durch die Aufnahme ins Kader ändert sich für Grimm nicht viel. Natürlich trifft er seine Teamkollegen regelmässig bei Sitzungen und muss Leistungsnachweise erbringen. Die meisten Turnierstarts organisiert er aber selbst. Manchmal trainiert er mit Werner Muff gemeinsam und er selbst unterrichtet regionale Springreiter. «In meiner Planung bin ich eigentlich frei. Im Moment haben meine Pferde eine kleine Winterpause», erklärt Grimm. Ihm sei es wichtig, die Pferde so artgerecht wie möglich zu halten.

Leistungen bestätigen

Zu seinen Zielen sagt Grimm: «Wenn ich jünger wäre, hätte ich diese jetzt gleich aufgezählt. Man muss sich aber immer auch den Pferden anpassen. Gute Pferde machen gute Reiter.» Deshalb wolle er bestätigen, was er letztes Jahr erreicht habe. Er wolle nicht stillstehen und versuchen, sich jeden Tag zu verbessern. «Dabei ist es wichtig, die Augen offen zu halten und sich auch mit anderen Reitern zu vergleichen.

» Ausserdem ist es Grimm wichtig, mit jungen Pferden zu arbeiten und den idealen Weg für Pferd und Reiter zu finden. Der Weg zu einer Klassifikation und die Vorbereitung für ein Turnier sind für ihn genauso interessant wie das Reiten des Turniers selbst.

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