Netzwerken beim Lottoplausch

Was macht man, wenn man Geld für einen wie auch immer gearteten Zweck sammeln möchte? Richtig: Man lädt zum Galaabend ein, wie es der FC Wil am Samstagabend in der Lindengut-Garage tat.

Christof Lampart
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Elfi Eisenegger und Rolf Baumgartner genossen den Abend sichtlich. (Bilder: art.)

Elfi Eisenegger und Rolf Baumgartner genossen den Abend sichtlich. (Bilder: art.)

WIL. Dezent die Männer, eher gediegen und gestylt die Frauen – das Outfit stimmte bei den meisten an diesem «Wir sind Wil»-Galaabend, welcher im Schauraum der Wiler Lindengut-Garage nach der gelungenen Premiere im letzten Jahr über die Bühne ging.

Warten auf den «Big Spender»

Für einmal wehte es einem also nicht die typische «Fussballergeruchskombi» aus Schweiss und Massageöl in die Nase, sondern eher den Duft der grossen weiten Welt. Wobei dieser nicht auf der etwaigen Vorstellung eines neuen Starspielers basierte, sondern vielmehr auf der Tatsache, dass Geld keine Grenzen kennt. Und einen «grenzenlosen Big Spender» hätte FCW-Präsident Roger Bigger wohl auch zu gerne willkommen geheissen. Denn mit den Tischpreisen waren wohl die Auslagen gedeckt, viel mehr aber nicht. Das Ziel des Abends war ein ganz anderes, nämlich Networking zum langfristigen Nutzen des FC Wil. Dieses fiel manchen leicht, vielen jedoch zunehmend schwer, als die Schweizer Soul- und Popsängerin Caroline Chevin die Bühne betrat. Wohl dem, der sich einen Tisch abseits der Bühne gesucht hatte, denn die Lady «röhrte» gewaltig und – vor allem ausdauernd.

«Gelungen, abwechslungsreich»

Da wurde alles an einem Stück gegeben, was manchem die Gelegenheit gab, das zuvor servierte Essen langsam zu verdauen, bevor der Sitznachbar wieder zum Smalltalk ansetzte. Insgesamt war jedoch die Stimmung ausgezeichnet. So amüsierten sich Mike Holenstein und Gattin Elianai «prächtig» über das «tolle Programm». Und auch Rolf Baumgartner und Elfi Eisenegger fanden den Abend «sehr gelungen und abwechslungsreich». Womit sie sicherlich nicht die einzigen gewesen sein dürften.

«Kleinvieh» macht auch Mist

Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass bei so manch einem das Runde nur beschränkt ins Eckige wollte, als es darauf ankam. Allerdings war damit kein improvisiertes Fussballspiel gemeint, sondern der Kampf ums volle Plättchen beim Lottomatch. Klar, dass auch diese Einnahmen dem FC Wil zugute kamen, denn «die können das Geld sicherlich sehr gut brauchen», waren sich Kurt und Luzia Leuenberger einig. 20 Franken kostete immerhin so ein Lottoschein. Ein kleiner Betrag für die Gäste, jedoch viel «Mist machendes Kleinvieh», wie es ein weiterer Gast formulierte, für die Kicker mit den dicken Waden.

Unterhielten sich bestens bei Speis, Spiel und Trank: Paul Oertle, Luzia Leuenberger, Kurt Leuenberger und Marlis Loosli (von links).

Unterhielten sich bestens bei Speis, Spiel und Trank: Paul Oertle, Luzia Leuenberger, Kurt Leuenberger und Marlis Loosli (von links).

Esther und Roger Bigger – auch noch kurz vor dem Lotto-Match ganz unaufgeregt.

Esther und Roger Bigger – auch noch kurz vor dem Lotto-Match ganz unaufgeregt.

«Die idyllische Ruhe könnte durch eine Umgestaltung des Wallfahrtsorts gestört werden», beklagten einige. (Archivbild: Wiler Zeitung)

«Die idyllische Ruhe könnte durch eine Umgestaltung des Wallfahrtsorts gestört werden», beklagten einige. (Archivbild: Wiler Zeitung)

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