Netzwerk verbindet die Region

Rund 45 Unternehmer haben am späten Mittwochnachmittag das Forum des Kompetenzzentrums für erneuerbare Energie besucht. Dabei standen Kosteneffizienz und sofort wirksame Energiesparlösungen im Vordergrund.

Christine Gregorin
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Wil. «Unsere Region ist im Aufbruch und will Gas geben», konstatierte Lorenz Liechti anlässlich seiner Begrüssung im Auditorium der Firma Larag AG. Der Auftrag, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft stark zu verbessern, werde durch die Interkantonale Regionalplanungsgruppe Wil (IRPG) – die ab Januar 2011 neu Verein Regio Wil heissen wird – sehr ernst genommen, erklärte der Präsident der IRPG weiter. Zu deren Umsetzung werden in den zur Region Wil gehörenden Gebieten der Kantone Thurgau und St.

Gallen verschiedene Projekte aufgegleist wie zum Beispiel jenes des Kompetenz-Zentrums Erneuerbare Energie Südthurgau (Keest).

Zukünftig sei auch eine Zusammenarbeit im kulturellen Bereich geplant. «Damit soll das <Wir-Gefühl> innerhalb der Region umfassend gefördert werden», schloss Liechti.

Neue Regionalpolitik

Stellvertretend für den aus aktuellem Anlass aufgrund der Ersatzwahlen in den Bundesrat abwesenden Regierungsratspräsidenten Josef Keller stellte Remo Daguati, Leiter des Amts für Wirtschaft, die Energiepolitik des Kantons St.

Gallen vor. «Bei der Regionalpolitik muss das Wachstum an erster Stelle stehen», knüpfte Danielle Baumgartner, Projektleiterin Regionalentwicklung, an die Ausführungen ihres Vorgesetzten an und erläuterte die Eckpfeiler der neuen Regionalpolitik (NRP), die Vergabekriterien der Fördergelder und verwies dazu auf die entsprechende Homepage www. energie.sg.ch.

Was einst mit den Bergregionen Sarganserland und Toggenburg begonnen hat, soll sich nun auf die restlichen vier Regionen des Kantons St. Gallen ausweiten. Dabei gehe es in erster Linie darum, anhand verschiedener Projekte die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, dank Innovation sowie Aneignung von alternativem Wissen zusätzliche Arbeitsplätze zu generieren, die Wertschöpfung in die Region zu holen und nicht zuletzt auch eine markante Steigerung der Energieeffizienz zu erreichen, so Baumgartner.

Aktive Drehscheibe

«Mit der Mitte dieses Jahres erfolgten Ausweitung des Keest in den Nachbarkanton St. Gallen steht das <st> nun nicht mehr für Südthurgau, sondern soll neu mit St. Gallen und Thurgau interpretiert werden», erklärte Geschäftsführer Andreas Koch schmunzelnd. In beratender Funktion unterstützt das Keest sozusagen als Drehscheibe kleine und mittlere Unternehmen in Projekten und bei spezifischen Fragen in Bezug auf Förderprogramme.

Als Schnittstelle aller Ebenen garantiert es den laufenden Wissenstransfer und eine nachhaltige Entwicklung und Förderung des Netzwerks unter allen beteiligten Partnern.

Dass das Keest dabei vor allem auf einfach umsetzbare Ideen mit grosser Kosteneffizienz setzt, demonstrierte Matthias Weiss der Partnerfirma Triparcus nachfolgend eindrücklich: Werden herkömmliche Leuchtstoffröhren durch deren T5-Energiesparröhren mit fünfmal längerer Lebensdauer ersetzt, kann der Energieverbrauch in diesem Bereich bis zu sechzig Prozent verringert werden.