Negativspirale dreht sich weiter

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Handball Bei den 1.-Liga-Männern des HSC Kreuzlingen ist der Wurm drin. Gegen den TV Muri kassierten sie beim 22:30 (14:15) bereits die dritte Niederlage in Folge. Damit haben sie sich praktisch aus dem Rennen um die beiden Playoff-Plätze verabschiedet.

Auch wenn das Verletzungspech, welches im dritten Finalrunden-Spiel auch Goalgetter Noah Meisinger für den Rest der Saison ausser Gefecht setzte, und der Ausfall von Trainer Andy Dittert eine durchaus verständliche Hypothek sind, ist die Leistung der Kreuzlinger am Samstag gegen den TV Muri nicht einfach nachzuvollziehen. Wie schon in den ersten fünf Partien handelten sich die Grenzstädter bereits in der Startphase einen grossen Rückstand ein. Begünstigt von zahlreichen einfachen Ballverlusten, einer miserablen Chancenauswertung und drei Ausschlüssen gegen den HSCK ging Muri schnell mit 8:3 in Führung. Wäre da nicht ein starker Beco Perazic im Tor der Gastgeber gestanden, die Aargauer hätten sich wohl schon bis zur Halbzeit entscheidend absetzen können. Dank Perazic und dem jungen Sandro Bär konnten sich die Kreuzlinger wieder herankämpfen. Beim 14:14 schafften sie sogar den Gleichstand, ehe Muri in der Schlusssekunde der ersten Hälfte doch wieder in Führung ging.

Den Schwung dieser erfolgreichen Aufholjagd vom 3:8 zum 14:14 schienen die Gastgeber allerdings während der Halbzeitpause in der Kabine vergessen zu haben. Anders ist ihr blutleerer Auftritt in den zweiten 30 Minuten nicht zu erklären. Defensiv anfällig, offensiv komplett von der Rolle, keine Emotionen, keine Ideen, keine Führungsspieler. Die Kreuzlinger schickten sich ohne erkennbare Gegenwehr in ihr Schicksal. Muri entschied die Partie in den ersten 18 Minuten der zweiten Hälfte mit einer Serie von 12:1 Toren.

Der TV Muri konnte mit seinem Sieg in der Egelseehalle punktemässig zu den Kreuzlingern aufschliessen. Mit jeweils 6:6 Zählern belegen die beiden Teams die Ränge 4 (Kreuzlingen) und 5 (Muri). Für den HSC Kreuzlingen folgt am nächsten Samstag, 17.45 Uhr, das schwierige Auswärtsspiel beim Aufstiegsanwärter Handball Wohlen. (mru)