Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NECKERTAL: «Sicherheit hat immer Vorrang»

Gefährliche Waldarbeiten sind oft mit Verkehrsbehinderungen verbunden. An der Dickenstrasse werden derzeit rund 900 Kubikmeter Holz gefällt.
Urs M. Hemm
Mit Getöse fällt der Baum über die Dickenstrasse (Bild: Urs M. Hemm)

Mit Getöse fällt der Baum über die Dickenstrasse (Bild: Urs M. Hemm)

«Achtung! Baum fällt!» Mit grossem Getöse und begleitet von stiebendem Schnee stürzt der rund 30 Meter hohe Nadelbaum quer über die Strasse. «Insgesamt fällen wir hier an der Dickenstrasse rund 900 Kubikmeter Holz», erläutert Walter Brander, zuständiger Gemeinderat der Gemeinde Neckertal. Weil längere Zeit im Wald nichts mehr gemacht worden sei und der Sturm Burglind zusätzlich Bäume geschwächt habe, sei der Holzschlag zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer unbedingt nötig, sagt er. «Die Sicherheit hat immer Vorrang.» Denn: «Wenn etwas passiert, beispielsweise ein Baum auf ein Auto fällt und im schlimmsten Fall jemanden verletzt, haftet nicht der Waldeigentümer, sondern die Gemeinde als Werkeigentümerin der Strasse.» Daher sei im Zuge der Vorbereitung der Dialog mit den Waldeigentümern wichtig gewesen.

«Es wird hier auf 24 Parzellen gearbeitet, die im Besitz von insgesamt 14 Waldeigentümern stehen. Neben der Gemeinde und dem Forst sind drei weitere Firmen am Holzschlag beteiligt. Diese kümmern sich um die Aufräumarbeiten, den Abtransport und den Verkauf des Holzes. Man kann sich also vorstellen, dass die Vorbereitung sehr aufwendig, aber am Ende sehr konstruktiv war», sagt Walter Brander. Umso mehr erfreut sei er darüber, dass die Arbeiten jetzt so reibungslos und vor allem unfallfrei vonstatten gingen. «Die Strasse muss jeweils nur für rund 15 Minuten gesperrt werden. Dann, wenn gerade ein Baum fällt», sagt Brander.

Die Räumung der Strasse klappe sehr speditiv. Dies bestätigt auch Forstwart Albert Bucher. «Die Zusammenarbeit klappt hervorragend. Jeder weiss genau, was zu tun ist – wir sind auch absolut im Zeitplan.» Der Erlös aus dem Holzverkauf wird auf die Waldeigentümer verteilt. «Das Geld sei aber zweitrangig. Es geht um die Sicherheit», sagt Walter Brander.

Urs M. Hemm

urs.hemm@toggenburgmedien.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.