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Neckertal plant massive Steuersenkung

Die Gemeinde Neckertal rechnet für das Jahr 2019 mit einem Steuerfuss
von 132 Prozent. Dies entspricht einer Senkung um zehn Prozentpunkte.
Urs M. Hemm
Vreni Wild, Gemeindepräsidentin Neckertal (Bild: Urs M. Hemm)

Vreni Wild, Gemeindepräsidentin Neckertal (Bild: Urs M. Hemm)

Mogelsberg, der Austragungsort der Vorgemeinde Neckertal, war mit Bedacht gewählt. Denn Gemeindepräsidentin Vreni Wild rechnete mit zahlreichen Voten zum hohen Verkehrsaufkommen im Dorf, welches durch Besucher des Baumwipfelpfades verursacht wird. Lediglich eine Wortmeldung nahm die Problematik im Laufe der Umfrage auf, welche unter anderem von Bruno Vogt, Verwaltungsrat des Baumwipfelpfads, beantwortet wurde. «Wir sind uns der Unannehmlichkeiten bewusst, welche der Verkehr hervorruft», sagte er. Es gelte jedoch zu berücksichtigen, dass es sich um einen Jahrhundertsommer handelte und dass der Reiz des Neuen nachlassen werde. Es werde aber an einer Anpassung des Verkehrs- und Parkplatzkonzepts gearbeitet, erläuterte Bruno Vogt.

Bei den Erläuterungen zum Gemeindebudget 2019 stach vor allem die Ankündigung einer Senkung des Steuerfusses um zehn Prozentpunkte auf 132 Prozent hervor. Im Gegensatz zum Vorjahr rechnet die Gemeinde mit einem Budgetdefizit von rund 240000 Franken.

Neues Rechnungsmodell wirkt sich positiv aus

Vreni Wild begründete die massive Reduktion einerseits mit tendenziell gleichbleibenden Ausgaben für die kommenden Jahre. Andererseits werden höhere Steuereinnahmen erwartet. «Wir rechnen zudem mit einem höheren Ressourcenausgleich des Kantons, weil im Gegensatz zur durchschnittlich steigenden Steuerkraft im Kanton diejenige im Neckertal stagniert.» Weiter erwähnte Vreni Wild die positiven Auswirkungen des neuen Rechnungsmodells. «Dadurch, dass die Abschreibungsfristen angepasst werden, verteilt sich die Belastung auf eine längere Zeit.»

Der Bedarf der Schulen ist wiederum rückläufig ist. So meldet die Schule Neckertal einen Finanzbedarf von gut 6,1 Millionen Franken an (- 200000 Franken gegenüber 2018). Die Schule Oberes Neckertal reduziert ihren Bedarf um 75000 Franken auf 3,7 Millionen Franken. Neu nimmt die Gemeinde am Projekt «ping.pong» teil. Dieses wird im Rahmen des Konzepts «Frühe Förderung» durchgeführt. Die Kosten betragen 13000 Franken pro Jahr.

Eine Kostensteigerung um 140000 Franken auf 750 000 Franken ist bei der Pflegefinanzierung zu erwarten.

Hochwasserrisiken eindämmen

Investieren will die Gemeinde knapp 3,7 Millionen Franken. Davon entfallen rund 245 000 Franken auf die Wasserversorgung. Darin enthalten sind unter anderem eine neue Steigleitung vom Böschenbach nach Mogelsberg und die Leitungserneuerung Furt bis Haselacker. 85000 Franken sind für den Einbau des Deckbelags am Sonnenweg in St.Peterzell vorgesehen. Zudem sollen die Hochwasserrisiken des Chuchibachs eingedämmt werden. Insgesamt werden für diese Arbeiten 700000 Franken veranschlagt.

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