Narrenfest auch ohne «Chratzbörschte»

Der SchmuDo verspricht auch ohne die traditionelle «Chratzbörschte»-Verleihung zur stimmungsvollen Narrennacht zu werden. Die Schnitzelbänkler werden mit träfen Sprüchen und witzigen Pointen auftrumpfen, die Guggenmusiken mit monströsen Klängen.

Andrea Häusler
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Die Katze ist aus dem Sack: Flawil präsentiert das Programm 2015. (Bild: Andrea Häusler)

Die Katze ist aus dem Sack: Flawil präsentiert das Programm 2015. (Bild: Andrea Häusler)

FLAWIL. «Eiszeit» lautet das Fasnachtsmotto 2015 im «Rössli», Flawil: Eisberge, Eisblumen, Eiszapfen, Eisbären. In Anlehnung an Auszeit, die sich der Narrenrat genommen hat, wie Wirtin Irene Baumann sagt. Die Dekoration soll gleichzeitig den passenden Rahmen für die verschiedenen Gastauftritte der Guggenmusiken am Donnerstag und natürlich den Schnitzelbankabend vom 14. Februar bilden. Zwar hat der Narrenrat die Organisation auf Eis gelegt, wirklich. frostig wird es an der Flawiler Dorffasnacht gleichwohl nicht zugehen. Denn, zumindest am Schmutzigen Donnerstag vom 12. Februar, werden die Guggenmusigen ordentlich einheizen, wie Roger Baumann, Interims-Präsident des Narrenrats, sagt.

Quer durch die Beizen

Für das SchmuDo-Programm zeichnet grundsätzlich die IG SchmuDo verantwortlich. Diese hatte sich auf Initiative des Präsidenten der Guggenmusik «Wyssbach Geischter», Andreas Flütsch, gebildet mit dem Ziel, es am Traditionsabend der Flawiler Fasnacht gebührend krachen zu lassen. Das Programm startet heuer mit einem Sternmarsch. Um 19 Uhr treffen sich Guggenmusiken und Schnitzelbänkler vor dem Gemeindehaus. Nach Einzelvorträgen wird schliesslich zum Monsterkonzert geblasen. Anschliessend ist Beizenfasnacht: im Rössli, aber auch im By Brasil, in der Krone, dem Park, Landhaus, Dober, Eschenhof, National sowie im Musik Stübli, bei Keller und Keller's.

Fasnachtszeitung gibt es doch

Wie bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt, braucht dieses Jahr keine Flawilerin bzw. kein Flawiler der «Chratzbörschte»-Verleihung entgegenzufiebern oder zu bangen. Wie der Umzug und die Kinderfasnacht wurde die Preisvergabe aus dem Programm gestrichen. «Auch dafür brauche es Organisatorinnen und Organisatoren», sagt Roger Baumann. Der Aufwand dürfe nicht unterschätzt werden.

Dabei war es im Spätherbst gelungen, die Voraussetzung für die Titelvergabe, die traditionelle Fasnachtszeitung «Chratzbürschte», in einer neuen Form bzw. mit einem neuen Partner quasi in letzter Minute ins Fasnachtsjahr 2015 zu retten. Obwohl die Vorzeichen schlecht standen, die bewährten Schreiberlinge ihre Schreibgeräte ursprünglich gar nicht mehr spitzen wollten. Erscheinen werde die Zeitung kommende Woche, sagt Roger Baumann, der sich trotz gestutztem Programm auf die närrischen Tage freut. Seine Zuversicht ist geblieben, der Glaube an eine Fasnacht mit Umzug und Ehrenpreis für den Lapsus des Jahres sowieso. Mit einigen Leuten, die vielleicht bereit wären, im Narrenrat mitzuwirken, sei er im Gespräch, sagt er. Und vielleicht liessen sich ja nächste Woche noch weitere vom Fasnachtsfieber anstecken.

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